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Thailand mit Kindern im August – Tipps, Erfahrungen und Planung

Warum Thailand ein gutes Reiseziel für Familien ist

Thailand zählt zu den beliebtesten Fernreisezielen für Familien. Die Menschen sind kinderfreundlich, das Essen abwechslungsreich und es gibt eine gute Mischung aus Kultur, Natur und Stränden. Viele Eltern fragen sich jedoch, ob eine Reise im August, also mitten in der Regenzeit, sinnvoll ist. Wir haben es ausprobiert und unsere Erfahrungen zeigen, dass eine Reise in dieser Zeit durchaus schön ist – wenn man vorbereitet ist und sich klar macht, dass es auch mal regnen kann. Das Wetter ist aber nicht überall schlecht, Thailand hat verschiedene Klimazonen: An der Golfküste (Samui) ist November/Dezember Regenzeit, während an der Andamanensee (Phuket) Mai bis Oktober Regenzeit ist. Aber trotzdem regnet es ja nicht die ganze Zeit. Nur manchmal eben bisschen krass.

Klima und Wetter im August

Der August liegt in der Monsunzeit. Das bedeutet regelmäßige Regenschauer, die oft am Nachmittag auftreten. Sie dauern meist nicht lange, dafür regnet es kurz, aber kräftig. Am Vormittag ist das Wetter in vielen Regionen angenehm und gut für Ausflüge geeignet. Besonders auf den Inseln im Golf von Thailand wie Ko Samui oder Ko Phangan ist das Klima im August vergleichsweise stabil. An der Andamanenküste (z. B. Phuket, Krabi) regnet es in dieser Zeit häufiger. Ein Vorteil der Nebensaison: Strände und Sehenswürdigkeiten sind weniger überlaufen und Unterkünfte günstiger.

Vorbereitung und Gesundheit

Für eine Reise nach Thailand mit Kindern sollten die Standardimpfungen vollständig sein. Zusätzlich empfehlen sich Hepatitis A, bei längerem Aufenthalt auch Hepatitis B und Tollwut, besonders wenn Kinder Tiere anfassen möchten. Und ich kenne kaum ein Kind, das sich davon abhalten lässt. Mückenschutz ist im August unverzichtbar, kauft ihr aber bitte vor Ort! Findet ihr im Seven Eleven in einem kleinen rosa Fläschchen. Hilft super! Helle, lange Kleidung und Moskitonetze können helfen, Stiche zu vermeiden. Es gibt inzwischen auch einige Modelabel, die Mückenschutzkleidung auch für Kinder herstellen, zum Beispiel von Reima, Craghoppers, Everbasics und anderen. Einfach mal Google fragen.

In die Reiseapotheke gehören Fieber- und Schmerzmittel, Elektrolytlösungen, Pflaster und Medikamente gegen Durchfall. Es hilft auch, sich vor der Reise schon mit Hefetabletten eine stabile Basis aufzubauen (z.B. mit Perenterol). Kinderärzte raten, bei längeren Reisen auch ein Mittel gegen Übelkeit dabeizuhaben. Aber auch hier kann man im Land, zumindest in Bangkok auch in der Apotheke ALLES kriegen, was man braucht, sollte es einem schlecht gehen. Habe ich schon mehrfach besorgen dürfen, haha!

Thailand mit Kindern

Einreisebestimmungen und Unterlagen

Für die Einreise nach Thailand benötigen Reisende grundsätzlich einen gültigen Reisepass, der bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist. Staatsangehörige vieler Länder, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, können visumfrei für touristische Zwecke bis zu 60 Tage einreisen; dieser Aufenthalt kann einmalig vor Ort um weitere 30 Tage verlängert werden. Bereits seit Mai 2025 ist für alle Einreisenden die Thailand Digital Arrival Card (TDAC) verpflichtend online (am besten 2 Tage vor Abflug) auszufüllen und bei der Ankunft vorzuzeigen. Zusätzlich kann ein Touristenvisum (z. B. Single-Entry oder Multiple-Entry) vor Abreise bei einer thailändischen Auslandsvertretung beantragt werden, wenn ein längerer oder mehrfacher Aufenthalt geplant ist.

Für Kinder gelten dieselben grundsätzlichen Regeln wie für Erwachsene: Jedes Kind muss einen eigenen Reisepass besitzen, der Pass muss ebenfalls mindestens sechs Monate über die Einreise hinaus gültig sein. Bei Aufenthalten von über 60 Tagen benötigen auch Kinder ein entsprechendes Visum, wobei bei der Antragstellung für Minderjährige üblicherweise zusätzliche Unterlagen wie eine Geburtsurkunde und Kopien der Reisepässe der Eltern verlangt werden.

Wenn ein Kind mit nur einem Sorgeberechtigten nach Thailand reist, sollte eine schriftliche Einverständniserklärung (Reisevollmacht) des nicht mitreisenden Elternteils oder Sorgeberechtigten mitgeführt werden. Diese Einverständniserklärung sollte in englischer oder thailändischer Sprache vorliegen und idealerweise mit einer Kopie des Reisepasses des nicht mitreisenden Elternteils ergänzt werden, um eventuelle Nachfragen bei der Einreise zu vermeiden.

Zusätzlich sinnvoll: digitale und ausgedruckte Kopien aller Ausweise, eine Auslandskrankenversicherung und die Kontaktdaten der deutschen Botschaft in Bangkok. Man weiß ja nie.

Die aktuellen Infos findet ihr immer auf der Seite des Auswärtigen Amts.

Reisewarnungen

Aktuell gibt es eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amts wegen des Grenzkonflikts mit Kambodscha, die auch die Inseln der Provinz Trat (Koh Chang, Koh Mak, Koh Kood) einschließt, aber die Situation vor Ort ist ruhig, Strände sind offen und der Tourismus läuft normal. Allerdings solltet ihr die offizielle Lage beobachten, da die Warnung eine Vorsichtsmaßnahme ist und Reisende sich strikt an die empfohlenen Routen halten sollten. Es gibt keine Berichte über akute Gefahren direkt auf der Insel, aber die Nähe zum Grenzgebiet (50 km) macht die Reisewarnung relevant

Unsere Route und praktische Tipps

Wir haben unsere Reise in Bangkok begonnen. Zwei Tage in der Hauptstadt reichen aus, um erste Eindrücke zu sammeln und acuh in Ruhe anzukommen. Mit Kindern ist ein Besuch auf den Märkten spannend, Tempelbesichtigungen auch, sollten jedoch kurz gehalten werden – drei Tempel bei über 30 Grad sind einfach zu viel des Guten. Plant euren Aufenthalt in Bangkok also sinnvoll und so, dass euer Hotel in der Nähe der Sehenswürdigkeiten ist, die ihr sehen wollt. Hotelvorschläge für kinderfreundliche Hotels gibt es hier.

Hier sind unsere Highlights aus Bangkok (mit Kindern – aber auch ohne):


Weiter ging es für uns nach Chiang Mai, wo wir drei Tage verbrachten. Dort sind Tier- und Naturerlebnisse besonders kinderfreundlich. Statt Shows oder Reiten wählten wir ein Elefantenschutzprojekt, in dem die Tiere artgerecht leben. Nach dem Norden reisten wir in den Süden auf die Insel Ko Samui. Untergekommen sind wir direkt am Meer – im Tongsai Bay. Dort verbrachten wir mehrere Tage am Strand, mit kurzen Ausflügen und viel Zeit zum Spielen und Schwimmen. Die Kombination aus Kultur im Norden und Strandurlaub im Süden hat für unsere Familie sehr gut funktioniert.

thailand route

Grundsätzlich empfehle ich für Rundreisen eher wenig Gepäck und sinnvolle Kleidung, die mehrere Klimazonen abdeckt und wärmen und kühlen kann, wie z.B. Merinowolle. Klamotten, die sich klein falten lassen, pflegeleicht sind und natürlich: nicht zu viel, ihr braucht es eh nicht. Wenn ihr nur in einem Hotel seid und euch nicht bewegt: nehmt mit, was ihr wollt (aber achtet auf das Gewicht für den Koffer), aber ich sage euch nach vielen Jahren Reiserei, wir nehmen zu viel mit. Für den Langstreckenflug habe ich auch mal eine Packliste für Handgepäck zusammengeschrieben. Natürlich ist sowas individuell, aber ein paar Tipps findet ihr bestimmt.

Unterkünfte und Transport

Thailand bietet viele familienfreundliche Unterkünfte. In Bangkok empfiehlt es sich, zentral zu wohnen, um Wege kurz zu halten. In Chiang Mai sind kleine Gästehäuser mit Pool eine gute Wahl. Auf den Inseln gibt es Resorts direkt am Strand mit Familienzimmern. Für Kinder ist ein eigener Pool oft wichtiger als der Strand. Beim Transport haben wir gute Erfahrungen mit Inlandsflügen gemacht. Sie sparen lange Fahrzeiten und sind relativ günstig. Innerhalb der Städte nutzten wir auf jeden fall immer GRAB oder MuvMi für die TukTuks, einfach schon der Kinder wegen. Warum wir die Apps nutzen? Sie bietet einen guten Überblick über Preise und vor allem: der Preis ist vor der Fahrt fest und wird nicht nochmal nachverhandelt. Man wird nicht übers Ohr gehauen.

Essen und Alltag

Thailändisches Essen ist vielfältig, doch für Kinder oft zu scharf. Die meisten Restaurants bieten aber milde Varianten oder westliche Gerichte an. Frisches Obst ist überall verfügbar und besonders beliebt. Wichtig ist, nur Wasser aus verschlossenen Flaschen zu trinken und Eiswürfel zu vermeiden. Im Alltag half uns ein klarer Rhythmus: vormittags Ausflüge, mittags Ruhepause, nachmittags Schwimmen oder Freizeit. So konnten die Kinder die Reise gut genießen, ohne überfordert zu werden.

Ich empfehle euch auf jeden Fall eine Food-Tour, z.B. mit Get Your Guide, wenn ihr unsicher seid. Mit Get Your Guide seid ihr auf jeden Fall auf der sicheren Seite und könnt so schon mal ein wenig die thailändische Küche kennenlernen. Und das in Restaurants, die ihr eventuell so gar nicht besucht hättet. Pad Kra Pao, Pad Thai und Sticky Reis mit Mango sind unschlagbar. Ich liebe auch Laab Gai und Papaya Salat. Probiert euch durch. Auch auf den Streetfood-Märkten (und denkt an die Hefetabletten. Dann bleibt alles im besten Fall stabil).

Aktivitäten für Familien

Neben Stränden und Pools gibt es natürlich viele Ausflugsmöglichkeiten für Kinder. Bootsfahrten, Wasserfälle und Nachtmärkte sind spannend und abwechslungsreich. In Bangkok eignen sich Indoor-Spielplätze, das Aquarium oder Museen für Regentage. In Chiang Mai sind Kochkurse für Familien eine schöne Möglichkeit, gemeinsam etwas zu lernen. Auf den Inseln sorgen kurze Schnorcheltrips oder Fahrradtouren für Abwechslung, solange man die Dauer kindgerecht plant. Aber auch mal ein Tag nichtstun ist okay! Die Eindrücke sind viele.

Kosten und Budget

Eine Reise nach Thailand mit Kindern im August ist günstiger als in der Hochsaison. Flüge nach Bangkok variieren je nach Buchungszeitraum stark, oft zwischen 600 und 900 Euro pro Person. Unterkünfte gibt es bereits ab 30 Euro pro Nacht, Familienresorts liegen eher bei 80 bis 150 Euro. Essen ist preiswert: Straßenstände und lokale Restaurants sind günstiger als europäische Preise, in Resorts steigt das Niveau entsprechend. Insgesamt ist Thailand ein erschwingliches Ziel, auch für längere Aufenthalte mit Familie, auch wenn es preislich angezogen hat.

Flüge am besten mehrere Monate vorher buchen, checkt google Flights und spart im Zweifel nicht zu sehr mit zehnstündigen Aufenthalten auf Flughäfen. Eventuell in Etappen fliegen oder einen Nachtflug wählen. Für uns haben sich, besonders mit Kleinkind, Nachtflüge gelohnt. Alle kommen mal zur Ruhe und auch wenn die Reisezeit bei fast 30 Stunden liegt, hat man zumindest ein bisschen schlafen können.

Mit Familie nach Thailand – was sonst noch wichtig und nützlich ist

Wer zum ersten Mal nach Thailand reist, der ist mit einem Reiseführer ganz gut ausgestattet. Ich habe zwei, einen von Stefan Loose und den Lonely Planet. Ich mag ja Papier und habe hier also jede Menge Möglichkeit zum Stöbern. Wer sie nicht kaufen will, kann übrigens auch in der Bücherei gucken und leihen. Außerdem habe ich noch ein Pinterest Board angelegt, in dem ich jede Menge Ideen rund um Thailand gesammelt habe und über die letzten zehn Jahre haben wir eine Google Map angelegt mit all unseren Lieblinsspots und denen, die wir noch sehen wollen. Damit kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Als beste Reisezeit für Thailand gilt Oktober/November bis März/April. Allerdings ist es einfach immer warm und schön. Auch im August.

Alle Dokumente, die wir benötigen, haben wir noch einmal online abgespeichert. Passkopien, Kartenkopien, etc. – das geht z.B. for free mit Dropbox. Zusätzlich haben wir noch gedruckte Kopien dabei. Doppelt hält bekanntlich besser.

Welche Reiseapotheke wir für Thailand empfehlen, hat mein Mann hier zusammengeschrieben.

Auch meine Packliste findet ihr hier zum inspirieren lassen. Grundsätzlich: Lieber nicht so viel mitnehmen. Vieles gibt es vor Ort, auch Wäschewaschen ist in Thailand günstig möglich.

Eine Auslandskrankenversicherung schadet nie – gerade dann, wenn man Kinder dabei hat (im letzten Jahr 40 Fieber im Hotel, zweimal beim Hotelarzt = 160 Öcken…aua!). Vergleicht die Preise, aber fahrt auf keinen Fall ohne. Schon gar nicht mit Kindern!

Kostenlos Geld abheben in Thailand ist möglich – mit der richtigen Kreditkarte. Wir empfehlen die Santander Best Card Basic (die wir auch selbst haben) oder die DKB VISA Kreditkarte. Mit beiden ist es möglich, weltweit kostenlos Bargeld abzuheben. Mit manch anderen Karten kann es durchaus mal passieren, das am Ende noch mal ordentlich Gebühren abgezogen werden. Beide Kreditkarten kosten übrigens nichts.

Thailand mit Kindern

Thailand mit Kindern – die Kosten

Unsere Route startet in Berlin, diesmal mit Zwischenstop in Abu Dhabi. Wir starten abends, weil unsere Kinder erfahrungsgemäß damit am besten klarkommen. In Bangkok kommen wir ebenfalls abends an, nach zweimal sechs Stunden Flug. Unseren Flug haben wir bereits im letzten Jahr gebucht, wochenlang haben wir Flugpreise beobachtet, verglichen und irgendwann beschlossen zuzuschlagen.

Für unsere Flüge von Berlin nach Bangkok zahlen wir für 4 Personen (davon zählen bereits drei als Erwachsene) etwas unter 2100 Euro. Danach hängt es natürlich von euch ab, was ihr bucht. Wir haben sehr viele Hotels verglichen, hauptsächlich über agoda.de und booking.com.

Von Bangkok geht es dann aber erstmal in den Norden. Mit dem Flugzeug rauf nach Chiang Mai. Kosten: 33 Euro (einfach)
Dort mieten wir uns einen Wagen, den wir über Check24 gefunden und gebucht haben. Der gehört uns eine Woche für 500 Euro.

Was am Ende noch mal ordentlich reinhaut: Unsere letzten fünf Tage auf Ko Samui kosten fast so viel wie der ganze restliche Urlaub. Flüge von Bangkok nach Ko Samui für vier: 1130 Euro
Hotel für fünf Tage: 852 Euro

Insgesamt belaufen sich unsere Hotelkosten in Thailand für zwei Erwachsene und zwei Kinder (10 und 15) auf knapp 1600 Euro. Es ist eine schöne Mischung aus günstig und luxuriös.
Dazu kommen die Flüge für insgesamt: 3263 Euro
Das Auto: ca 500 Euro

Gesamt: 5363 Euro

Fehlen also nur noch Kosten für Essen, Benzin und Spaß und Shopping.

Klar könnten wir auch deutlich günstiger in Thailand unterkommen, aber ich würde natürlich – wenn ich schon mal da bin – auch ein bisschen rumkommen und das nicht nur in Buden wie im Film „The Beach“ ;). Ich bin aber auch nicht der Typ, der sich jedes Jahr All Inclusive bucht und zwei Wochen am selben Strand rumhängt (das haben wir letzten Sommer gemacht und war für mich so schlimm, dass ich weder Fotos gemacht, noch einen Beitrag drüber geschrieben habe…;) ) – weil mich das kulturell nicht wirklich weiterbringt (ausser was das Lesen und Hören seeeeeehr vieler Bücher angeht).

Thailand mit Kindern – wohin. Unsere Reiseroute

In Kurz: Bangkok – Chiang Mai – Chiang Rai – Chiang Mai und wieder zurück nach Bangkok mit einem schönen Hilux. Dazwischen jede Menge Tempel, Natur, Wasser, Thaifood. Natürlich habe ich eine lange Liste mit Dingen, die ich tun wollte. Einen Nachtmarkt besuchen, einiges an Tempeln sehen. Mindestens eine Rooftop-Bar besuchen. Elefanten und Affen sehen. Mich massieren lassen. Und ganz viel Essen ausprobieren!