Sommerferien zu Hause: Jeder Naturausflug mit Kindern ein kleines Ferienabenteuer

Die Sommerferien sind endlich da und in meinem Umfeld haben mich viele gefragt, was sie denn eigentlich zuhause unternehmen können. Denn bei den meisten ist keine größere Reise geplant, stattdessen verbringen viele Familien die freie Zeit dieses Jahr zu Hause. Manche schaffen es ein, zwei Wochen weg, z.B. an die Ostsee, aber so richtig viel ist reisetechnisch bei meinen Freunden mit Kindern dieses Jahr nicht los. Und selbst wenn ihr verreist: Vielleicht liegen zwischen zwei Urlauben noch ein paar Tage zuhause und hier gibt’s gleich ein wenig Inspiration dazu.

Urlaub zu Hause kann mit Kindern ja auch richtig schön sein. Vor allem dann, wenn ihr den Anspruch loslasst, jeden Ferientag mit einem spektakulären Programm füllen zu müssen. Ein Vormittag am See, ein Picknick im Wald oder ein kleiner Naturausflug reichen oft schon aus, damit das Ding ein guter Tag wird.

Für einen Ausflug in die Natur braucht ihr weder eine lange Wanderung noch eine professionelle Outdoor Ausrüstung. Ein Ziel in der Nähe, etwas Proviant und genügend Zeit sind für den Anfang vollkommen ausreichend. An dieser Stelle hatte ich ja schon erzählt, dass auch Brandenburg viel zu bieten hat. Auch ein paar Tage auf dem Campingplatz an der Ostsee tun gut oder ihr schaut nochmal bei den Sommerideen für die Stadt vorbei.

Urlaub zu Hause mit Kindern darf unkompliziert sein

In den Sommerferien gibt es auch mal Längen. Der Spielplatz ist plötzlich langweilig, das Freibad zu voll und zu Hause fällt allen langsam die Decke auf den Kopf.

Ein Naturausflug mit Kindern ist dann eine ziemlich einfache Idee. Ihr kommt raus, bewegt euch und müsst trotzdem keinen komplett durchgetakteten Tagesausflug organisieren. Vielleicht gibt es in eurer Nähe einen See, einen Wald, einen Naturlehrpfad oder einen kleinen Rundweg, den ihr bisher immer übersehen habt.

Gerade beim Urlaub zu Hause lohnt es sich, die eigene Umgebung noch einmal mit Ferienblick anzuschauen. Und Wald ist immer gut. Dort gibt es Stöcke, Steine, Käfer, Pfützen, jede Menge zu klettern und mit etwas Glück einen Bach, an dem ihr sowieso viel länger bleibt als geplant.

Ein Ziel wählen, das zu euch passt

Ein Naturausflug mit Kindern muss keine große Wanderung sein. Ein kurzer Rundweg oder eine Strecke mit Spielplatz, Picknickplatz oder Eisdiele am Ende funktioniert häufig besser als eine Tour mit festem Ziel und Zeitplan.

Wie lang die Strecke sein darf, hängt von euren Kindern ab. Kleine Kinder brauchen mehr Pausen und möchten zwischendurch spielen. Größere Kinder schaffen längere Wege, finden reines Laufen aber ebenfalls irgendwann langweilig. Achtet bei den Jüngsten auf kinderwagenfreundliche Strecken, dann können sie auch einfach im Wagen chillen und ihr „Strecke machen“ ohne Gequengel!

Auch bei der Anfahrt gibt es keine feste Regel. Ein Ziel in der Nähe ist praktisch, weil der Ferientag entspannt beginnt. Für einen besonders schönen Ort darf die Fahrt natürlich etwas länger dauern, solange alle damit klarkommen. Mit Zelt oder Campervan könnt ihr ja auch einfach irgendwo übernachten.

Im Sommer lieber früher losziehen

An heißen Tagen startet ihr am besten am Vormittag. Dann sind die Temperaturen meist noch angenehmer und viele Wege deutlich leerer. Sucht euch nach Möglichkeit eine Strecke mit Schatten und nehmt ausreichend Wasser mit. Und Sonnencreme.

Ein kurzer Blick auf den Wetterbericht schadet ebenfalls nicht. Bei Gewitter, Sturm oder extremer Hitze verschiebt man den Ausflug natürlich besser. Ein bisschen Regen muss dagegen kein Grund sein, zu Hause zu bleiben. Mit Regenjacke und Gummistiefeln kann eine matschige Waldrunde ziemlich lustig werden!

Und falls der Ferientag komplett ins Wasser fällt, bleibt immer noch Zeit für einen gemütlichen Nachmittag zu Hause oder im Museum. Gemeinsam einen Film schauen, den nächsten Ausflug planen oder einfach gar nichts tun, gehört schließlich auch zu den Sommerferien.

Wenn die Kinder später schlafen, beginnt oft der entspannte Teil des Ferientages. Vielleicht genießt ihr ein Buch auf dem Balkon, schaut die Serie weiter, für die im Alltag keine Zeit bleibt, oder plant den nächsten Ausflug. Manche spielen Karten, probieren einen neuen Cocktail oder freuen sich einfach über eine ruhige Stunde ohne festen Plan. Wer stattdessen digitale Unterhaltung für Erwachsene entdecken möchte, findet in den Live Baccarat Casinos auf Slotozilla Informationen hilfreiche Übersichten und Vergleiche zu verschiedenen Live-Casinospielen. So lässt sich der Abend ganz nach den eigenen Interessen ausklingen.

Lieber weniger Strecke und mehr Zeit

Kinder laufen draußen selten einfach nur von A nach B. Ein Ast wird zum Wanderstab, ein Stein muss unbedingt mit nach Hause und an einem Bach entstehen innerhalb weniger Minuten ganze Landschaften. Wir haben auch schon aus Rinde, Moos und Stöckern Feenhäuser gebaut. Das macht allen Spaß, kostet aber eben Zeit – steht überall.

Plant deshalb lieber eine kurze Strecke und lasst euch Zeit. Ein Spaziergang von ein bis zwei Stunden kann schon ein richtig schöner Familienausflug sein. Wie viele Kilometer ihr am Ende geschafft habt, ist dabei ziemlich egal.

Ein voller Zeitplan sorgt meist nur für schlechte Stimmung, und zwar bei allen. Der eine muss Abbrechen, was ihm Spaß macht, der andere ist genervt, weil er zum nächsten Highlight will. Also auch hier: weniger ist mehr. Gerade im Urlaub zu Hause darf der Tag langsam und weniger durchstrukturiert sein.

Packliste für einen Naturausflug mit Kindern

Für einen einfachen Ausflug in die Natur braucht ihr keine teure Ausrüstung und keine Packliste. Bequeme Schuhe und Kleidung, die zum Wetter passt, reichen für viele Wege vollkommen aus.

In den Rucksack können:

  • ausreichend Wasser
  • Obst, Brote oder kleine Snacks
  • Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung
  • eine leichte Regenjacke
  • ein paar Pflaster
  • Taschentücher oder Feuchttücher
  • ein Beutel für Müll oder nasse Kleidung

Mit kleineren Kindern kann Wechselkleidung praktisch sein. Vor allem dann, wenn Wasser, Matsch oder Pfützen auf der Strecke liegen. Für eine kurze Runde bei trockenem Wetter müsst ihr deshalb aber nicht gleich den halben Kleiderschrank einpacken.

Eine Zeckenzange und Insektenschutz sind je nach Region und Länge der Tour sinnvoll. Beim Insektenschutz solltet ihr darauf achten, dass das Produkt zum Alter eures Kindes passt. Zecken könnt ihr aber auch zuhause nochmal abchecken.

So bleibt der Weg für Kinder spannend

Eigentlich bietet die Natur genug Beschäftigung. Trotzdem können kleine Aufgaben helfen, sobald die ersten Beschwerden über müde Beine auftauchen.

Ihr könnt Blätter in verschiedenen Formen suchen, Steine nach Farben sortieren oder zählen, wie viele Tiere ihr entdeckt. Auch ein Natur Bingo macht aus einem Spaziergang schnell eine kleine Schatzsuche. Bei uns hat es oft auch geholfen auf „Trollsuche“ zu gehen!

Eine Foto Challenge funktioniert ebenfalls gut. Die Kinder dürfen unterwegs etwas Rundes, etwas Grünes, etwas Winziges und etwas was sie ganz besonders finden fotografieren. So schauen sie genauer hin und entdecken Dinge, an denen sie sonst vielleicht vorbeigelaufen wären. Ihr könnt auch andere Vorgaben machen, aber auch hier gilt: nicht zu doll!

Dazu gehören dann auch regelmäßige Pausen. Kinder merken beim Spielen oft spät, dass sie hungrig oder durstig sind. Ein Snack auf einem Baumstamm oder ein Picknick auf der Decke kann die Stimmung ziemlich schnell retten. Zumindest bei uns.

Sicherheit ohne Expeditionsgefühl

Bei einem kurzen Rundweg oder einem Spaziergang im Wald braucht ihr keine große Sicherheitsplanung. Ein geladenes Handy und ein Blick auf die Strecke reichen meistens aus.

In abgelegenen Regionen, bei längeren Wanderungen oder in den Bergen gelten natürlich andere Regeln. Dort ist es sinnvoll, die Route vorher zu prüfen, ausreichend Wasser mitzunehmen und einer Person zu sagen, wo ihr unterwegs seid. Das gilt vor allem auf Bergwanderungen.

In Naturschutzgebieten solltet ihr auf den Wegen bleiben und die Hinweise vor Ort beachten. Nach einem Tag im Wald oder auf hohen Wiesen lohnt sich außerdem ein Zeckencheck.

Sommerferien müssen nicht jeden Tag spektakulär sein

Vielleicht schafft ihr nur einen Teil der geplanten Strecke. Vielleicht werden die Schuhe nass oder das Picknick findet am Ende doch auf dem Parkplatz statt. Vielleicht entdeckt ihr einen tollen Bach und kommt deshalb überhaupt nicht mehr dort an, wo ihr eigentlich hinwolltet.

Das gehört dazu.

Ein gelungener Naturausflug mit Kindern hängt nicht von der Länge der Strecke oder einer perfekten Packliste ab. Entscheidend ist, dass ihr gemeinsam draußen wart, etwas entdeckt habt und der Tag ein bisschen anders war als ein normaler Nachmittag zu Hause. Und ja, klar, das sieht anders aus, wenn ihr auf ne Hütte wandern wollt oder am Berg die letzte Gondel nach unten erwischen müsst. Aber auch hier: einfach nicht zu viel, dann schafft ihr das auch. Ich spreche aus Erfahrung, ich unterschätze oft ganz gerne mal die Zeit, die ich brauche.

Aber: wenn die Kinder auf dem Rückweg fragen, wann ihr wieder in den Wald fahrt, war der Urlaubstag wohl richtig, richtig gut.

Hier noch ein paar Ausflugstipps in verschiedenen Ecken:

Brandenburg meine Perle. Hier gibt es so viel zu entdecken, schon ein Ausflug nach Potsdam kann ein Highlight werden. Auch der Naturpark Barnim ist klasse. Oder ihr leiht euch für einige Tage ein Floß und schippert durch wunderschöne Kanäle.

Wenn das Wetter schlecht ist, findet ihr hier meine schönsten Thermen (mit Kindern) in und um Berlin!

Bisschen weiter weg, aber nicht weniger schön: der Harz! Oder noch mehr Ideen für schöne Sommerwochenenden – nicht nur in Berlin.