Sommerurlaub mit Kindern beginnt ja in veränderter Form schon zuhause. Also nicht erst am Meer. Packen ist für mich schon immer Horror. Tagelang fange ich schon im Kopf mit Packen an, sitze dann zwei Tage vorher zwischen Wäschebergen, halb gepackten Taschen, weiterem Zubehör im Flur und Kinderzimmer und packe viermal neu, weil ich weiß, dass ich das eigentlich nicht brauche, oder vielleicht doch…aber…ach…
Seit wir unseren Camper besitzen, ist das mit dem Packen für den Familienurlaub noch herausfordernder geworden, schließlich habe ich final jetzt nur noch ein kleines Fach für mich, in das ich alles reinstopfen muss. Und ja, ein bisschen ist das auch eine Routine. Ich weiß, dass ich nicht so packen kann, wie mein Mann (15 Minuten, alles drin). Ich brauche zwei Tage, mehrmaliges rumsortieren, worauf ich verzichten kann und die Hoffnung: diesmal habe ich wirklich weniger dabei und werde ALLES davon anziehen (Spoiler: noch nie passiert. Immer zu viel. Fast immer Selbstüberschätzung, weil am Ende doch wieder irgendwas „zur Sicherheit“ im Auto landet.)
Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die sich über die Jahre bewährt haben. Kein großer Konsumguide, keine perfekte Packliste, eher eine kleine Aufzählung aus dem echten Urlaubs-Familienleben. Immer auf der Suche nach Dingen, die auch am zehnten Urlaubstag immer noch Sinn ergeben.


Für den Familienurlaub packen beginnt mit der Frage wo es hingeht
Griechenland, Marokko, Italien oder die Schweiz? Berge oder Meer? Campingplatz oder Hotel? Was in die Tasche kommt, hängt stark vom Ziel ab. Am Meer brauchen wir andere Dinge als in den Bergen. Deswegen ist 2026 wieder eine große Herausforderung: Kind und Kerl sind schon unterwegs und halten 2 Wochen am Meer. Das ist leicht: Kleid, Badanzug, Sonenncreme, Schlappen. ABER: wir treffen uns in Frankreich, gehen zusammen auf eine Hochzeit, dann geht es für den Mann nach Hause und für mich und das Kind in die Schweiz (von Frankreich aus am Meer entlang über den Gardasee in die Berge). Ich brauche also was für alle Wetterlagen. In einem Camper.
Für den klassischen Sommerurlaub mit Kindern reichen ein paar Basics: luftige Kleidung, Badesachen, Cap oder Hut, Sonnencreme, Sonnenbrille (ich kann nicht ohne), eine kleine Reiseapotheke, Schlappen, Sandalen und Sneakers und ein Haufen Spielzeug und Beschäftigung für unterwegs.
Gerade bei Reisen mit Kindern und noch mehr bei Roadtrips lohnt es sich, nicht nur an das Ziel zu denken, sondern an die Wege dazwischen. Rastplätze, Fähren, Bahnhöfe, Flughäfen, Campingplätze.
Familienurlaub besteht bei uns gern auch aus klebrigen Händen, nassen Handtüchern und der Suche nach einem trockenen Paar Socken – weil wir sie zu Hause vergessen haben.
Was bei uns im Sommer wirklich mitkommt
Ich packe schon lange nicht mehr nach Outfits. Im Camper-Urlaub trage ich eher eine „Uniform“ bestehend aus Jogginghose, Shirt, Sonnenbrille und Adiletten. Nur, wenn Hotelaufenthalte oder eben Hochzeiten geplant sind, braucht es schon noch das ein oder andere Outfit, das nicht nach Schlumpi aussieht. Sonst habe ich inzwischen eher mehr Dinge dabei, die mehrere Probleme lösen. Ein großes Tuch zum Beispiel. Es ist Stranddecke, Schattenspender, Umhang, Picknickunterlage, Sichtschutz und manchmal auch Decke im Auto. Sandspielzeug, Snacks, Taschenlampen, Reisespiele sind auch dabei. Keine riesige Spielzeugauswahl, eher kleine Sachen, die wenig Platz brauchen (ok, und ein Haufen Schleichtiere). Malzeug darf auch nicht fehlen und neuerdings sind Ferngläser der große Hit. Für lange Fahrten funktionieren bei uns Hörspiele (damit schläft auch der Fahrer nicht ein), kleine Reisespiele und Aufgaben wie „Such fünf rote Autos“ immer noch erstaunlich gut. Oder natürlich das Tablet mit Spielen und Filmen zur Auswahl.

Sommerferien mit Kindern sind schön. Und nicht alles muss perfekt sein
Ich war noch nie jemand, der groß vorbereitet losgezogen ist. Wichtig waren eigentlich: Geld, Pass, Zahnbürste. Mit meinem Mann wurde das Ganze dann schon etwas strukturierter.
Aber auch heute gilt: Irgendwas fehlt immer. Dafür ist meistens irgendwas dabei, das niemand benutzt. Aber ich versuche immer pragmatischer zu packen – über die Jahre wird es auch besser.
Für den Sommerurlaub mit Kindern packen wir fürs Kind Kleidung ein, die sie gerne trägt (damit wir uns Diskussionen sparen), die einfach anzuziehen ist und die am besten überall funktioniert (also Campingplatz UND Restaurant UND Spielplatz UND Stadtspaziergang). Pflegeleicht.
Und wenn doch was Wichtiges beim Familienurlaub in Europa fehlt: vieles lässt sich auch von unterwegs organisieren. Ob in Deutschland, Dänemark, Österreich, Italien, Frankreich oder Spanien: Sonnencreme, Mückenschutz, Pflaster oder Zahnpasta gibt es ja überall. Was schwieriger zu ersetzen ist, sind Lieblingskuscheltier, Medikamente, wichtige Dokumente und Dinge, die ein Kind wirklich zum Runterkommen braucht.



