nuernberg

Nürnberg mit Kindern

Nürnberg mit Kindern ist definitiv immer eine Reise wert – auch wenn Nürnberg nicht einmal 600.000 Einwohner hat. Trotzdem macht sich Nürnberg! Kunst, Kultur, auf kleinem Raum passiert hier durchaus viel.

Die Stadt Nürnberg ist zudem meine Heimat und ich also ein echter Nürnberger. Und definitiv, mein Herz schlägt immer für diese Stadt, obwohl ich inzwischen deutlich länger in Berlin zu Hause bin. Aber in Nürnberg wohnt neben einem Teil meines Herzens immer noch ein Teil meiner Familie und so verschlägt es mich immer mal wieder in die fränkische Metropolregion. Und deswegen wird dieser Beitrag immer weiter wachsen, bzw. sich umgestalten.

Egal, welche Jahreszeit gerade ist – wie in jeder Großstadt gibt es auch in Nürnberg für gutes und schlechtes Wetter jede Menge Angebote für einen Besuch. Nürnberg als Familie unsicher zu machen – da gibt es für jeden die richtigen Angebote.

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Übernachten mit Kind in Nürnberg

Wer sich für ein Hotel oder Appartement innerhalb der historischen Stadtmauern entscheidet hat viele der Sehenswürdigkeiten in bequemer Fußnähe. Aber es geht auch „nah dran“, z.B. am Hauptbahnhof.

Nürnberg hat endlich ein Designhotel. Im neu gebauten Augustinerhof findet ihr jetzt das absolut traumhafte und ganz neue Karl August Boutique Hotel. Ich war inzwischen schon dreimal dort (fragt nicht) und liebe es. Die Zimmer sind clean, ruhig (Fußgängerzone! Keine Autos/Motorräder, die nachts mal zeigen müssen, wie viel Lärm sie machen können) und die Betten sehr gemütlich. Wer Zimmer ganz oben bekommt, kann auch sehen, wie gut sich der Neubau in die Altstadtkulisse einfügt und nicht negativ auffällt. Für’s Frühstück gibt es zwei Optionen, einmal 18 Euro pro Person in der Brasserie Nitz oder quasi auf der anderen Seite der Lobby im Café Pique Nique. Das Heißgetränk gibt es Dank Gutschein umsonst, zum Glück, die Preise sind echt hardcore. 7 Euro für einen Bagel mit Lachs, 4 Euro für einen ziemlcih kleinen Latte. Aber: beides ausprobiert, beides gut. Service, Ambiente, Food, alles super. Ganz oben übrigens Sauna, Pool, Ruheliegen und Aussicht, ausserdem ein Fitnessraum mit einem VAHA Spiegel. Die Räume sind alle unterschiedlich toll. Und für Familien gibt auch größere Appartements zu mieten. Lage: ziemlich gut und eine Tiefgarage (18 Euro die Nacht für Hotelgäste) gibt es auch. Ach ja: Auf den Zimmern stehen Seifen-Eimer von Retterspitz und wer das Zeug dringend mit nach Hause nehmen muss: der dazugehörige Laden befindet sich gleich im Haus. Geruch: herrlich. Alles! Preislich liegt es inzwischen auf gleicher Höhe wie das Novotel (107 die Nacht, neulich noch 95 gezahlt)

Mein ehemaliger Favorit, das Novotel Centre Ville ist in der Gunst jetzt etwas abgerutscht, aber erstmal das Positive raussuchen: Das Personal ist unglaublich kinderfreundlich, ich hätte zwischendurch heulen können, war ich es aus Berlin offenbar nicht gewohnt, dass es in einem öffentlichen Frühstücksraum geduldet wird, dass ein Kind, das gerade sitzen kann, herumsaut. Sogar Hilfe wird einem angeboten, so dass man sich selbst – mit zwei Händen! – beim Buffet bedienen kann, während kurz jemand vom Service den Zwerg bespaßt. Sonst: Klar, klassische Hotelzimmer, auf Wunsch auch mit Beistellbett. Ganz oben gibt es eine Sauna – und das Schöne daran: sie hat auch um 22 Uhr noch offen, heißt, man kann sich kurz mal reinsetzen, während das Kind endlich schläft. In vielen Hotels war die Sauna längst zu, wenn ich das Kind zum schlafen gebracht habe.
Kinder kosten übrigens nichts im Hotel (und zwar 2 Kinder bis 16 (!) im selben Zimmer) – und wer keinen Buggy mitnehmen konnte (Platzmangel oder keine Lust) kann sich einen leihen.
Es sind wenige 100 Meter in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof. Eine Tiefgarage gibt es auch. Goldwert. Kleiner Minuspunkt: die letzten beiden Buchungen waren immer Zimmer, die unglaublich laut waren. Versucht zu verhindern, ein Zimmer auf die Straße zu kriegen – es ist die Hölle! Den Wunsch nach einem Wechsel fand man offenbar völlig absurd, den Gesichtern nach zu urteilen (da war sie dann auch weg, die kinderfreundlichkeit). Noch ein Vorteil: Das Novotel gehört zur Accor Gruppe, es lassen sich also gut Punkte sammeln.

Das Holiday Inn eignet sich an sich auch, ist aber schon etwas abgewohnt. Auch hier schlafen bis zu zwei Kinder bis 18 Jahre im Hotel kostenfrei im Zimmer der Eltern und bis zu einem Alter von 13 Jahren kostet auch das Frühstück nichts. Wenn ein Elternteil dabei ist, gibt es auch Mittag- und Abendessen aus der Kinderkarte umsonst und erleichtert so den vom Reisen strapazierten Geldbeutel, bzw. so ist mehr Platz für mehr Erlebnisse! Auch sehr praktisch und in der engen und vollgeparkten Altstadt von Nürnberg nicht an der Tagesordnung: Eine Tiefgarage direkt neben dem Hotel. Statt eines der öffentlichen Parkhäuser in der Umgebung zu nutzen – die mich pro Nacht auch schon mal 25 Euro kosten – zahle ich hier eine Pauschale von 12 Euro die Nacht. Allerdings sollte am Wochenende nicht unbedingt Christkindlesmarkt sein, denn dann ist auch diese Garage voll (es ist nämlich leider keine exklusive Hotelgarage) und mein Auto noch nicht drin und es ist Parkplatzsuche angesagt – und das kann schon mal dauern. Und: wer allergisch auf das Rotlichtviertel ist, sollte sich eine andere Unterkunft überlegen.

Wer Hotels nichts abgewinnen kann, hat auch die Möglichkeit in einem Appartement unterzukommen. Unseres gehörte zum NoShoes Hotel, liegt in einer kleinen Seitengasse und sieht von innen aus, als hätte es Austin Powers höchst persönlich eingerichtet. Es hat eine Küche, ein großes Wohnzimmer und ist damit völlig okay – und sehr groß – für ein paar Tage Aufenthalt. Einziger Nachteil: Nachts ist es durchaus etwas lauter, Dank Kneipen und Kopfsteinpflaster (gut, während Corona vielleicht nicht). Und bei heißen Sommertemperaturen solltet ihr Fenster und Jalousien geschlossen halten, sonst Saunafeeling.

Tolle Dinge, die ihr in Nürnberg machen könnt

Nürnberg kann viel und klar, auch die Klassiker, die eh jeder kennt, dürfen nicht fehlen. Ganz neu: das Deutsche Museum ist jetzt auch in Nürnberg. Für die meisten Dinge gilt heute: Eintritt nur mit 2 oder 3 G Regel: geimpft, genesen, getestet und natürlich herrscht in Gebäuden aktuell noch Maskenpflicht (Stand, Ende September 2021). Weiterhin müsst ihr für so ziemlich alles personalisierte Tickets für Timeslots buchen. Mehr erfahrt ihr aber auf den jeweiligen Seiten.

Das Zukunftsmuseum

Das Zukunftsmuseum hat seine Pforten erst am 18.9.2021 fürs Publikum geöffnet und gleich vorweg: ein Besuch lohnt sich, denn ich finde es durchaus spannend zu sehen, wie sich Dinge auf unserer Erde entwickeln könnten, bzw. welchen Stand wir gerade so haben. Auf drei Stockwerken im Augustinerhof (da, wo auch das oben genannte Karl August Hotel ist) gibt’s Dinge über Menschen, Gesellschaft, Mobilität, Medizin und Wohnen zu entdecken. Wie leben wir in ein paar Jahren, welche Herausforderungen gibt es da und wo steht eigentlich unsere Technikentwicklung. Ich hab mich definitiv im Part „System Stadt“ am wohlsten gefühlt. Hier trifft Mobilität auf Wohnen und Menschen. Auch toll: „Raum und Zeit“, hier dreht sich alles ums All, am meisten hat mich hier die Raumkapsel fasziniert, die bereits aus dem All zur Erde geflogen ist – und dementsprechende Spuren aufweist. Alles in allem: mega.

Das Zukunftsmuseum
Augustinerhof 4
90403 Nürnberg

Die Kaiserburg besuchen

Ob ihr jetzt einfach nur einmal die Aussicht genießen wollt oder voll in die Kaiserburg einsteigt, mit Führung, Burggarten und Museum, egal, der Aufstieg zur Burg lohnt sich so oder so, denn die Aussicht über die Altstadt ist jede Atemnot wert. Für Interessierte werden diverse Führungen (auch in den historischen Felsengängen) angeboten – auch kinderfreundliche.

Kaiserburg
Burg 13
90403 Nürnberg

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Dürerhase gucken und/oder das Albrecht-Dürer-Haus besuchen

Von der Kaiserburg ist es ein Katzensprung zum Albrecht-Dürer-Haus und der grandiosen, bisweilen auch gruselig anmutenden Hasenskulptur – sie wurde 1984 von Jürgen Goertz geschaffen – ich habe gelesen, dass der Hase angeblich vorlaute Touristen verspeist. Wer weiß…

Albrecht-Dürer-Haus
Albrecht-Dürer-Straße 39
90403 Nürnberg

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Wo wir schon bei einem kleinen Stadtrundgang sind und die Tour weiterführen will, läuft die Albrecht-Dürer-Straße entlang bis zum Weinmarkt, dort nach rechts und landet direkt in der Weißgerbergasse – hier stehen viele schöne Fachwerkhäuser. Von der Weißgerbergasse landet der typische Spaziergänger dann auch direkt schon am nächsten sehenswerten Punkt: Dem Kettensteg. Er wurde 1824 als erste frei schwebende Hängebrücke Deutschlands gebaut. Später (1930) wurden zusätzlich zur Verbesserung der Stabilität seitliche Eisenträger eingebaut. Am Kettensteg gäbe es auch einen kleinen Biergarten – wer in Nürnberg schlecht essen will, geht genau hier hin…

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Nach dem Steg links abbiegen und immer geradeaus bis zum nächsten Steg: Dem Henkersteg. Generell ist der Weg gesäumt von wunderschönen Gebäuden – sogar Kinder finden nicht alles todeslangweilig. Und mit ein paar Gruselgeschichten rund um den Henker (der vom 16.- zum 19. JH dort gewohnt hat) können sie auch bei Laune gehalten werden. Direkt nach dem Henkersteg landet man automatisch auf dem „Trödelmarkt“ mit lauter kleinen Geschäften. Charme hat diese Ecke auf jeden Fall.

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Hier kommen wir jetzt am neuen Augustinerhof vorbei und laufen durch zum Hauptmarkt. Jetzt stehen wir eigentlich schon mitten in der Fußgängerzone und können entweder shoppen, Eis oder Brezen essen. Ich liebe die Nürnberger Brezen übrigens, denn statt grobem Salz gibt es Salzstaub. Nom!
Wenn es übrigens zu heiß ist (wie im Sommer 2018 mit 38 Grad….) tingeln wir lieber von Eis zu Eis und Klimaanlage zu Klimaanlage (Kirchen helfen übrigens auch, z.B. die Lorenzkirche – sehr kühl da drin) und landen am Ende noch an der Wöhrder Wiese – am Strand, inzwischen gibt es mehrere Möglichkeiten, dort zu pausieren.

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In Nürnberg kommt ihr übrigens perfekt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aus. Die Anbindung ist – zumindest innerhalb der Stadt – sehr gut. Egal ob mit Bus, U-Bahn oder Tram. Geht auch: Fahrrad mieten.

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Eintauchen ins Spielzeugmuseum

In der Altstadt, unweit vom Hauptmarkt, befindet sich das Spielzeugmuseum, denn, für den Fall, dass ihr das noch nicht wusstet: Nürnberg war und ist Spielzeughauptstadt – seit mehr als 600 Jahren! Unzählige Firmen wurden hier gegründet, sind gewachsen oder wieder verschwunden – und viele Exponate (es sind über 80.000!) und ganz besonderes Spielzeug verschiedenster Epochen werden im Spielzeugmuseum ausgestellt. 130.000 Besucher jährlich verzeichnet das Museum und ein Besuch ist für jede Altersklasse absolut lohnenswert.

Spielzeugmuseum Nürnberg
Karlstraße 13-15
90403 Nürnberg
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10 – 17 Uhr
Samstag und Sonntag 10 – 18 Uhr
während der Spielwarenmesse täglich bis 20 Uhr geöffnet
spielzeugmuseum nuernberg
spielzeugmuseum nuernberg
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Über den Handwerkerhof schlendern

Ja, 1971 wurde der Handwerkerhof in Nürnberg extra für Touristen erbaut. Auf einem ehemaligen militärischen Appellplatz. Aber eigentlich macht das nichts, denn diese Touristenattraktion ist wirklich schön und es schadet nichts, einmal durch zu laufen und sich kurz in der Zeit zurück versetzt zu fühlen. Inzwischen trauen sich auch Einheimische über den Hof ;). Zu sehen gibt’s jede Menge traditionelle Handwerkskunst, ausserdem eine Bratwurst-Gaststätte und natürlich darf auch die Lebkuchenbäckerei nicht fehlen. Und zwischen all den nachgebauten Fachwerkshäusern tummeln sich Puppenmacher, Zinngießer, Ledermacher, Töpfer und noch einige andere. Schön da! Und im Anschluß – bei schönem Wetter – noch ein Bierchen auf dem Balkon.

Handwerkerhof: gegenüber vom Hauptbahnhof
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 10 – 18.30 Uhr
Sa 10 – 16 Uhr
Gaststätten 10.30 – 22 Uhr
Sonn- und Feiertags geschlossen

Bildung abholen im Dokumentationszentrum Nürnberg

Um diesen Teil der Geschichte kommt niemand herum. Geeignet aber eher ab dem Teenageralter und für geduldige Vielleser. Leider muss ich sagen, war ich von der Ausstellung im Dokuzentrum Nürnberg doch ein wenig enttäuscht, denn es fühlte sich mehr an, als blätterte ich durch ein Buch. Und nichts für ungut: Die Stimme des Audio-Guides ist tonloser als alles, was ich bisher an Audio-Guides kenne. Spannung: 0. Einschlafgarantie: 100.
Empfehlung: Besser mit einem echten Guide durch die Führung laufen und sich die Geschichten direkt erzählen lassen.
Denn auch hier war Nürnberg Haupststadt und es handelt sich hier um einen so wichtigen Teil unserer Geschichte, der in meinen Augen nicht plastisch genug rüberkommt und viel zu wenige Exponate zeigt und das, wo eigentlich schon das Gebäude selbst so eine enorme Ausstrahlung hat (und wir so ein bisschen was vom Größenwahn spüren können). Nichts desto trotz lohnt sich der Gang durch dieses Gebäude samt dem miesesten Teil unserer Geschichte.

Dokumentationszentrum Nürnberg
Bayernstraße 110
90478 Nürnberg
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 9 – 18 Uhr
Sa – So 10 – 18 Uhr

Lebkuchen kaufen. Und essen

Die gehören in Nürnberg dazu, genau wie die „drei im Weckla“ (drei Bratwürstchen im Brötchen) oder die Brezen (vom Kolb). Lebkuchen gibt’s in Nürnberg jede Menge und würde ich jetzt sagen: Die Schmidts/Wickleins/Witte sind die besten, gäbe es immer einen, der sagt: Aber die Wicklein/Witte/Schmidts/xyz sind doch viel besser. Deswegen: Kauft euch doch die Lebkuchen wo ihr wollt, aber tut es!
Lebkuchen Schmidt
Wicklein Lebkuchen
Lebkuchen von Witte

Wo wir beim Essen sind: Schäufele essen!

Ich esse gern und ich liebe die traditionelle Küche aus dem Süden, wurscht ob Bayern, Österreich oder Baden-Württemberg. Ginge es nach mir, ich würde mich von Schweinsbraten, Knödeln, Kaasspatzn, Kaiserschmarrn, Schnitzel und anderem fettigen Zeug ernähren, das aus all diesen Regionen kommt (ich schätze, meine Familie ist ganz froh, dass es nicht nur nach mir geht). Dazu gehört auch das Schäufele.
Ein hervorragendes Schäufele gibt’s zum Beispiel beim Steichele, einem 100 Jahre alten Wirtshaus mitten in der Stadt und gleich um die Ecke vom Holiday Inn City Centre. Allerdings, mein persönlicher und ungeschlagener Schäufelekönig bleibt das Gasthaus Pegnitzthal. Riesending auf dem Teller und eine supernette Bedienung (es ist ein junger, leckerer Kerl ;)).
Auch ganz gut Essen – ganz unabhängig vom Schäufele lässt sich in der Brotzeit. In meinen Augen der angenehmste Laden in ganz Nürnberg. Kleine Karte mit maximal 4-5 Gerichten und einer Seele von Inhaber.

Die Zeit vergessen im Museum für Industriekultur

Mein persönliches Highlight neben dem Spielzeugmuseum ist definitiv das Museum für Industriekultur. Eine ehemalige Schraubenfabrik aus den 1920er Jahren beherbergt das Museum, in dem es wirklich alles zum Thema Industrialisierung vom 19. JH bis in die Gegenwart zu finden gibt. Voll ausgestattete Kaufmannsläden, Schulen und Apotheken, eine riesige Motorradsammlung, Autos, Computer, Schreibmaschinen, eine Bleistiftwerkstatt…Alltag pur von damals bis heute. Genau das ist es, was das Museum so spannend macht.

Museum für Industriekultur
Äußere Sulzbacher Straße 62
90491 Nürnberg
Öffnungszeiten:
Di – Fr 9 – 17 Uhr
Sa & So 10 – 18 Uhr
museum industriekultur nbg
museum industriekultur nbg

Einmal ordentlich gruseln

In den Kellergewölben des Nürnberger Rathauses befinden sich die ehemaligen Lochgefängnisse, die seit dem 14. Jahrhundert zur Verwahrung von Häftlinge diente. Dort wurden sie auch gefoltert. Die ehemaligen Zellen und eine Folterkammer können in einer 20 Minütigen Führung besichtigt werden. (Kindern unter 10 Jahren wird allerdings vom Besuch abgeraten)

Mittelalterliche Lochgefängnisse
Altes Rathaus
Rathausplatz 2
90403 Nürnberg
Täglich zwischen 10 und 16:30 Uhr

Und was können wir sonst noch in Nürnberg machen?

Ich sagte es ja schon, Nürnberg ist die Hochburg des Spielzeugs und wer großer Playmobilfan ist, fährt nach Zirndorf in den Playmobil Fun Park. Oder entspannt eine Runde im Palm-Beach (Sauna, Wellenbad, irrsinnige Rutschen). Weitere Museen wären zum Beispiel noch das Germanische Nationalmuseum oder das Neue Museum, das auch architektonisch sehr sehenswert ist. Ein bisschen Vintage gefällig? Findet ihr im Laden 1480. Und buntes Nachtleben mitten in der Altstadt gibt es auch: im Club Stereo zum Beispiel.
Für Kinder gibt es übrigens einen eigenen Erlebnis-Stadtplan der die Suche nach kindgerechten Ausflügen ganz leicht macht. Mit der Nürnberg-Card gibt’s jede Menge Vergünstigungen, darüber hatte ich ja bereits berichtet.

Ich kann nur sagen: Nürnberg ist immer eine Reise wert und ist mit dem Auto von Berlin in etwa 4-5 Stunden zu erreichen. Oder mit der Bahn. Dank der neuen Strecke jetzt auch schneller als mit jedem Auto.

Sehenswertes um Nürnberg herum

Bitterbachschlucht

Eher durch Zufall drauf gestoßen, in einem Moment, in dem ich mit der kleinen Rakete (das andere Kind nach der kleinen Chefin) dringend mal raus musste. Die Bitterbachschlucht ist ein ziemlich schönes Waldstück im Nürnberger Land bei Lauf an der Pegnitz. Mit dem Auto knapp 30 Minuten Fahrt, aber auch mit dem Zug von Nürnberg in unter einer Stunde ereichbar.
Schön, weil ihr hier durch abgefahrene Felsformationen tingeln könnt und immer am Wasser langlauft. Geht kurz (knapp 1 Stunde) oder auch lang (2-3 und mehr Stunden) und ist auf jeden Fall für alle gut, die frische Luft zum Atmen brauchen und schöne Natur genießen wollen.

Dinopark Altmühltal

Auf der ITB habe ich vor einigen Jahren einen kleinen Stand des Dinoparks im Altmühltal entdeckt und war hin und weg! Von Nürnberg fährt man mit dem Zug nach Ingolstadt und weiter mit dem Bus bis zum Dinopark – oder eben mit dem Auto.

dinopark altmühltal
dinopark altmühltal
dinopark altmühltal
dinopark altmühltal

Für Dinofans und andere Interessierte lohnt sich ein Besuch dort auf jeden Fall. Die Anlage ist schön aufbereitet, auf einem Spaziergang durch den Park gelangt der Besucher durch die verschiedenen Epochen (kindgerecht!). In einer Ausstellung gibt es ausserdem echte Skelette zu bewundern – die Exponate sind echt beeindruckend – die kleine Chefin hat den Mund jedenfalls nicht mehr zubekommen.

Ein Ausflug in die fränkische Schweiz

Hätte echt eigentlich einen eigenen Beitrag verdient, kommt vielleicht noch. Auf der Rückfahrt vom Sommerurlaub 2020 haben wir einige Tage in der fränkischen Schweiz pausiert. Gemietet haben wir uns für drei Tage ein superschönes großes Haus (in dem supergut Generationenurlaub möglich wäre) genau zwischen Bamberg und Nürnberg. Um möglichst noch viel von meiner Family zu sehen (die in beiden Städten leben).

Wer die sächsische Schweiz mag, wird sich hier mindestens genau so wohl fühlen. Die Felsformationen gibts hier natürlich auch. Einige! Besonders beeindruckend ist natürlich Pottenstein, aber es gibt auch noch diverse andere sehenswerte Dinge. Ich habe hier Erinnerungen an meine früheste Kindheit, weil die Eltern meines Kindergartenkumpels in dieser Gegen eine Haus hatten. Wir waren wild und free. Mit 4. Hach!
Plant am besten einfach gleich ein paar Tage ein und genießt diese ganze unfassbare Landschaft. Das satte grün. Das leicht bergige. Die tollen Landstraßen. Und natürlich sämtliche Gasthäuser ;).

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