toronto kensington market

Mein Highlight – der Kensington Market in Toronto

Vier Tage hatte ich mich auf unserer Toronto-Reise gedulden müssen, bis die Zeit auch für den Rest der Familie endlich reif war, nach Kensington Market zu fahren. Und was soll ich sagen: es war eines meiner persönlichen Highlights, denn dieses Viertel – das direkt neben Chinatown liegt – unterscheidet sich so wunderbar vom Rest der Stadt!

Bunt und farbenfroh, alternativ, ein bisschen fertig und viele fabelhafte Läden zum shoppen und Essen finden sich hier. Ich finde, nirgends wird deutlicher, das Toronto eigentlich eine der multikulturellsten Städte der Welt ist, mehr als 40% sind hier nämlich Zuwanderer und es werden mehr als 140 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. Und hier, hier fühlt man das an jeder Ecke.

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Die Anfänge dieses kulturellen Viertels gehen zurück bis in die 1880er Jahre, zu dieser Zeit wurden die Häuser im viktorianischen Stil hauptsächlich von irischen und schottischen Immigranten aufgebaut. Lange war Kensington eines der ärmsten Viertel bis in den 20er Jahren immer mehr jüdische Einwanderer hierher kamen und einen Markt gründeten, um dort Waren aus aller Welt zu verkaufen. Nach dem zweiten Weltkrieg fand ein weiterer Wechsel statt. Die jüdische Bevölkerung zog eher in die Vororte und machten politischen und Kriegsflüchtlingen Platz. 2006 hat Kensington Market den Namen „National Historic Site of Canada“ erhalten und heute, heute ist es ein Melting Pot, der seines gleichen sucht.

Stundenlang könnte man hier durch die Straßen flanieren und wäre man nicht nach der ersten Portion Pommes schon so satt (ich mag kein Blatt), dann könnte man sich hier auch wunderbar „durchfressen“.
Es gibt so viele verschiedene Angebote hier, dass es vermutlich mindestens eine Woche bräuchte, um wenigstens einen Teil ausprobiert zu haben.

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Ich sage mal so viel, wer nach Toronto fährt, sollte sich unbedingt Kensington Market ansehen. Und Chinatown ist ja auch gleich daneben, damit taucht ihr einfach noch einmal in eine völlig andere Kultur dieser bunten Stadt ein. Wir haben uns ein bisschen durchgefressen:

Essen und Shopping in Kensington Market

Starten wir mit dem, was wirklich wichtig ist: Food! Davon gibt es hier jede Menge. Für jeden ist etwas dabei. Geiler scheiß: Kimchi Pommes. Die gab es bei

moo frites

Den Laden hat ein Asiate eröffnet, um dort belgische Pommes an den Mann zu bringen. Leider gnadenlos fabelhaft. Fettige Pommes, Majo mit Wasabi und obendrauf Kimchi. Die Kombi aus Algen und Pommes schmeckt wirklich wahnsinnig lecker. Natürlich gibt’s noch jede Menge andere normale und freakige Kombis. Jedenfalls: Leider geil!

Rolled Ice von Frosty Roll

Bei Frosty Roll gibt’s Thai-Style Eis und zwar gerollt. Ich habe das dort zum ersten Mal gesehen und probiert und bin hin und weg! Hier werden frische Zutaten gemeinsam mit Eis auf einer kalten Platte zerstampft und zu einem glatten Teig gestrichen und im Anschluss gerollt und in Becker gesteckt. Danach noch ein bisschen hübsche Deko und fertig ist das genialste Eis überhaupt!

 

Otto’s Berlin Döner

Drei Worte, mit denen ich eine starke Verbindung habe, in einem Restaurantnamen zusammengefasst – krass eigentlich. Vier Partyveranstalter bringen in diesem Laden Berliner Streetfoot nach Kensington und zwar: Döner (Überraschung) und Currywurst. Auch deutsches Bier ist hier zu kriegen. Von Paulaner, Spaten über Munich Gold bis hin zu Radeberger, Köstritzer und Schöfferhofer. Alles da – nur für den Fall, dass das Heimweh mal zu groß wird und man mal das Gefühl braucht, in Berlin zu sein…

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Shopping in Kensington Market

An sich reicht es schon, sich einfach durch die Straßen treiben zu lassen. Wir hatten – wie ihr auf Instagram schon mal sehen konntet – viel Spaß an Straßenständen mit verrückten Sonnenbrillen.


Aber auch sonst gibt es hier jede Menge für Menschen, die shoppen möchten, zu entdecken. Unsere Favoriten:

Fresh Collective

Klein aber oho! Hat ein bisschen den Etsy/Dawanda-Flair. Ihr findet hier handgemachtes von kleinen Designern aus Toronto. Schmuck, Klamotten, Taschen und Waschbärsocken! ;)

Good Egg

Träumchen für Küchenliebhaber. Hier gibt’s ALLES für die gute Küche. Tücher, Töpfe, Bücher, Pfannenheber, eben alles, was eine designte Küche braucht – oder auch nicht.
Wir haben zugegebener Maßen nichts gekauft, aber viele Aaaahs und Oooohhs von uns gegeben. Und das ein oder andere Kochbuch hätte ich tatsächlich gern gekauft, aber mein Koffer, mein Koffer war ja schon voll.

Blue Banana Market

Oy! Hier gibt’s Kram und Krempel den eigentlich keiner braucht, aber er ist schön anzusehen und am liebsten möchte man natürlich auch mindestens die Hälfte des Ladens in die eigene Bude stellen. Favorit: Pfannkuchenkerzen! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen besseren Geruch für’s Wohnzimmer gäbe ;) Auch sonst trumpft der Laden auf mit Kettenanhängern aus Gabeln, Katzenuhren, Weinkaraffen in Glühbirnenform oder Einhorntassen. Alles da. Quasi.

Noch mehr Geschichten zu Toronto mit Kindern?

Hier findest du unsere Geschichte zur Einreise mit Kindern nach Kanada – die fast in einem Desaster geendet hätte!
Und unseren ersten Reisebericht über Toronto.

Auf dieser Reise wurden wir von AirCanada rouge und Tourism Toronto unterstützt. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

 

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