Stressfreie Weihnachten? Wenn Mütter kurz vorm Herzinfarkt stehen

Bitte sagt Hallo zu Märry. Märry bloggt auf ihrem Blog Frau Raufuss über das Leben mit Kind während des Studiums. Hier jetzt über Weihnachten. Stressfrei. Haha!
Ausserdem hat sich in diesem Jahr herausgestellt, dass sie eine echt coole Socke ist – und ich bin zum einen froh, dass ich sie kenne und zum anderen noch froher, dass sie mir für butterflyfish noch einen schönen Weihnachtstext geschrieben hat.
Kolumne BABY!

Noch drei Tage bis Weihnachten. Der Puls steigt seit Tagen immer weiter an, die To-Do Listen werden länger und länger und vor lauter Weihnachtsfeiern führen wir akut Ohrwürmer mit unerträglichen Weihnachtsliedern mit uns. Kurzum: Weihnachten ist Stress. Letzte Woche habe ich einen Artikel einer Psychologin gelesen: Gerade in der Weihnachtszeit ist die Gefahr eines akuten Burnouts um mehr als 30% erhöht. Mich wundert das nicht. Der Dezember ist ein komischer Monat.

Alle reden von Besinnlichkeit, schönen Momenten und einem unglaublichen Weihnachtsfest. Alles soll perfekt sein, die Kinder freuen sich über jedes Geschenk und natürlich sind die Kekse auf der Weihnachtsfeier selbst gebacken. Die Realität sieht anders aus: wir Mütter rennen durch Geschäfte, kaufen Geschenke, die am Ende falsch oder doof sind, das Kekse backen ist zwar unglaublich romantisch, die Küche sieht danach aber aus wie nach einem Angriff und noch bis weit im Januar finden sich Teigreste in sämtlichen Ecken und Fugen. Die Weihnachtsfeiern in der Kita und auch in der Schule sind anstrengend, nervig und laufen immer gleich ab. Die Kinder sind aufgeregt und haben wohmöglich über Wochen etwas unglaublich Tolles einstudiert. Und natürlich ist das eigene Kind das Beste und Perfekteste. Ihr kennt diese Blicke…

Kurzum: ich bin damit durch. Ich will dem perfekten Weihnachtsfest nicht mehr hinterherlaufen, denn mal ganz im Ernst: perfekt gibt es eh nicht und sobald man sich von all den, von außen anschwemmenden, Erwartungen frei macht, ist Weihnachten stressfrei und unglaublich gemütlich.

Tipps für stressfreie Weihnachten.

Ich kaufe alle Geschenke online. Und zwar schon im November. Eine Alternative wäre der Einkauf in der Stadt Anfang November. Wer in der Adventszeit große Kaufhäuser und Shoppingcenter besucht, der ist für den Stress selbst verantwortlich.

Für Kita-Weihnachtsfeiern empfehle ich eine heimliche Flasche Schnaps oder wahlweise einen fiesen Virus, dann kann man direkt zu Hause bleiben. Niemand wird jetzt sagen, dass er die Weihnachtsfeiern schrecklich findet. Aber mal unter uns: Entspannung ist anders.

Putzen ist überbewertet. In den letzten Jahren habe ich die gesamten letzten Tagen mit Putzen verbracht. Und wofür? Für nichts. Niemand hat es gesehen und nach ein paar Stunden sieht es eh wieder aus wie nach einem Wirbelsturm. In diesem Jahr werde ich genau einmal Saugen und meinen ganz normalen Putzalltag am Freitag vorher durchziehen.

Die Schwiegermutter einfach reden lassen. Ich gehöre Gott sei Dank zu der Fraktion: meine Schwiegermutter ist ein lieber Mensch. In der Realität ist das aber ja nicht immer der Fall. In diesen Fällen hilft ein Glas Champagner und mein Credo: einatmen, ausatmen. Und zwar den ganzen Heiligen Abend.

Die Geschenke sind doof? Natürlich ist Mama Schuld. Wer denn sonst? Auch hier hilft ein kleiner Schluck. Nach einigen Jahren prallen schlecht gelaunte Kinder einfach an einem ab. Übung macht den Meister.

Und sonst? Baum liefern lassen, Essen vorher planen und eventuell vorkochen und einfrieren und Geschenke in Ruhe mit einem Weihnachtsfilm einpacken. Denn dann kommt ganz von alleine ein klein bisschen Stimmung auf und auch die Entspannung ist zu spüren.

Frohe Weihnachten

Märry Raufuss

Fotos: Unsplash.com

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