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#ROADTRiPtaly – Von der Fähre auf die Insel

Morgens kurz nach halb sechs von einer laut dröhnenden Ansage geweckt zu werden, doch bitte möglichst bald die Kabinen zu räumen ist fies. Nach gefühlt zwei Stunden Schlaf – auch wenn es ehrlicherweise vielleicht sogar fünf waren, und die in unserer kuscheligen Kabine sehr gut – aus dem Bett kriechen zu müssen, die Kinder zu wecken, gute Laune zu haben, nicht meins. Schon gar nicht um halb sechs.
Bullauge Moby Fähre
Aber mir fällt ein: Ich bin auf einer Fähre! Einer lustig bemalten Fähre von Moby, die mich auf die Insel bringt. Sardinien mit Kindern! Endlich da!
Schlagartig bin ich hellwach und werfe panisch einen Blick aus dem Bullauge: Habe ich den Sonnenaufgang bereits verpasst? Muss ich alles stehen und liegen lassen und sofort an Deck rennen?
Der Himmel ist bereits rot, aber ich habe definitiv noch Zeit, meine Familie aus der kleinen Kabine zu werfen, sie irgendwo mit Kaffee und Eis Schokocroissants abzustellen und dann mit einem neuen Testgerät, einem K Zoom von Samsung ein paar Fotos zu schießen. Ja. Nur mit dem Telefon. Mein erster Urlaub seit 10 Jahren ohne schweres Gerät. Vorweg: Ich hatte mir zwischendurch mein Tele gewünscht. Und meine Canon. Aber es ist nun mal wie es ist, wir also „leichtes Gepäck“, zumindest bei der Technik.

Mir ist noch nicht ganz klar, warum der Weckdienst so dermaßen früh an den Start ging, 2 Stunden später hingen wir träge und müde noch immer auf dem Schiff herum, die Insel war immerhin schon zu sehen und der Wunsch endlich irgendwo anzukommen und für die nächsten zwei Wochen den Schlafplatz nicht mehr wechseln zu müssen, er war in diesem Moment sehr, sehr groß.
Mit Fähre nach Sardinien
Mit Kindern nach Sardinien
Irgendwann hieß es dann aber, ab zu den Autos in den Bauch des Schiffes, was in mir – zugegeben – ein mulmiges Gefühl hervorrief. Da standen wir alle, Kinder an der Hand oder auf dem Arm, zum Teil voll bepackt und durch die Bank müde. Alle wollten zu ihren Autos. Natürlich gleichzeitig. Und das ist einfach keine so gute Idee. 20 Minuten Schlange stehen auf der Treppe, kein Meter vor, keiner zurück. Was war ich froh, dann erst mal wieder im Auto zu sitzen. Tür zu. Pause. Abfahrt. Wir sind auf der Insel!

Die Fähre fährt von Livorno bis Olbia in etwa 8 Stunden und von dort waren es nur noch etwa 40 Minuten bis zu unserem eigentlichen Zielort, dem Campingplatz in San Teodoro La Cinta, für die nächsten 16 Tage unser zu Hause. Wir hatten Glück, neben uns eine Schweizer Familie mit drei Kindern, von denen immerhin zwei auch im „brauchbaren“ Alter für unsere Kinder waren. Aber erst mal: Zelt aufbauen, ankommen und dann endlich erst mal an den Strand. Die nächsten zwei Wochen werde ich nicht mehr viel tragen als einen Bikini…
Easy Camp Zelt Sardinien
Strand Sardinien
Urlaub am Strand

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