Rom mit Kind

Rom mit Kind – Unsere Reisetipps

Reisetipps für Rom mit Kind gesucht? Haben wir! Denn Rom rief und wir machten uns auf den Weg! Rom mit Kind macht Spaß und bei uns findest du die Sehenswürdigkeiten in Rom, die du bei einem Kurztrip nicht verpassen solltest.

Rom ist ein stark frequentiertes Urlaubsziel, kein Wunder, ist ganz Rom schon eine Art Museum. Alles ist voll mit alten Steinen, die bei jedem Versuch, etwas neues zu bauen auftauchen. Leider gibt es in Rom generell viel zu viel zu entdecken, als das es möglich ist, die Stadt in drei Tagen abzugrasen. Wir haben es versucht und nehmen euch einfach mit.

Kann fast schon los gehen – Rom mit Kind!

Wir waren im Juli in Rom, es ist so ziemlich die heißeste Zeit des Jahres und eigentlich fliehen die Anwohner zu dieser Zeit eher aus der heißen Stadt. Ich empfehle euch auch, nehmt euch mit Kindern nicht zu viel vor, legt immer wieder Pausen ein, trinkt genug, esst jede Menge Eis und vergesst nicht, euch mit Sonnencreme einzuschmieren und einen Sonnenhut zu tragen.

Für die klassischen Sehenswürdigkeiten ist es übrigens möglich, bereits zu Hause Karten zu kaufen, wie zum Beispiel den Roma City Pass. Er bietet freien Eintritt in die wichtigsten Attraktionen, ihr könnt kostenlos mit den Öffentlichen durch Rom fahren und müsst ausserdem nirgends mehr anstehen. Es gibt übrigens verschiedene Pässe. Weiter unten habe ich noch einen zweiten, anderen verlinkt – der ist nicht so teuer, bietet aber etwas weniger an.

Ich empfehle für Rom tatsächlich größtenteils die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Im besten Fall sucht ihr euch eine Ferienwohnung oder ein Hotel, das gut angebunden ist und schon wird’s ziemlich entspannt. Zur Not gibt es aber auch Carsharinganbieter (z.B. Share Now) vor Ort.

Wenn es doch mal nicht geht – dann steigt in den Zug und fahrt ans Meer. In knapp 45 Minuten kommt ihr vom Berliner Hauptbahnhof mit dem Zug nach Lido di Ostia an den Strand und könnt bei einem lauen Lüftchen etwas runterkommen.

Rom mit Kind – Zeit für ein Eis muss immer sein

Wer im Juli Rom mit Kind bereist, der braucht neben Sonnencreme und Getränken immer auch Zeit für das nächste Eis. Unzählige Eisläden überall sorgen aber dafür, dass Eisbeschaffung ein eher kleines Problem wird. Vermeiden solltet ihr maximal die Läden, in denen das Eis krass gefärbt aussieht, denn diesem wurde meist noch jede Menge Farbstoff hinzugefügt.

Auch der Durst lässt sich in Rom recht schnell löschen. Wer nicht auf Limo oder Saft besteht, kann seinen Durst kostenlos an den Trinkbrunnen in Rom, den so genannten Nasoni löschen. Die gibt es überall verteilt in der Stadt und heraus sprudelt bestes, kühles Trinkwasser – auch an großen Sehenswürdigkeiten stehen viele von den Nasoni herum, damit kann man sich den ein oder anderen Euro an den Wasserverkäufer sparen.

eis rom mit kindern

Sonst gilt bei Rom mit Kind eigentlich nur: nicht zu viel wollen! Viele Kinder bestimmen selbst, wie viel sie laufen wollen und können. Für kleinere Kinder empfiehlt es sich, bei diesen Temperaturen einen Reisebuggy mitzunehmen.

Gerade im Juli und August herrschen Temperaturen von weit über 30 Grad – sich in der Mittagshitze mit Kind stundenlang irgendwo anzustellen ist schlicht bescheuert. In unserem Fall hat die Chefin bestimmt, was und wie viel wir anschauen. „Ich möchte nur alte Steine sehen“, damit war zumindest schon mal grob abgesteckt, was wir uns ansehen werden.

Kinder zahlen in Rom übrigens weder für die öffentlichen Verkehrsmittel (unter 10 Jahre), noch für Eintritte (unter 18) – sie gehören quasi dazu und kommen einfach überall umsonst mit hinein. Wie schön.

Rom mit Kind – Das gibt es zu entdecken

In unserem Fall hat – wie eben schon gesagt – die Chefin klar Tempo und Ziele bestimmt und es ist schlicht nicht möglich, ALLES zu sehen. Deswegen gilt wie fast überall: weniger ist mehr.

Unsere erste Amtshandlung war der Kauf des Roma Passes, den Roma Pass gibt es für zwei oder drei Tage, er kostet für einen Erwachsenen für zwei Tage 32 Euro. Mit dem Roma Pass fahrt ihr kostenlos mit Bus und Metro und kommt umsonst in/an/auf die erste Sehenswürdigkeit, die ihr euch ansehen wollt (wer sich den Roma Pass für drei Tage kauft, zahlt 52 Euro und die ersten beiden Sehenswürdigkeiten sind inkludiert).
Groß angepriesen wird überall „Skip the line“. Soll heißen: Mit dem Roma Pass könnt ihr einfach an allen langen Schlangen vorbei – das stimmt allerdings nur insofern, dass ihr dann eben an der „Skip the Line“ Schlange ansteht, die bereits gegen halb 11 am Vormittag eine beträchtliche Länge angenommen hat (z.B. vor dem Kolosseum). Ob es 2021 sinnvoll ist, sich einen Roma Pass zu kaufen – ich bin mir nicht sicher.

Das Kolosseum
Vor mehr als 10 Jahren hatte ich schon keine Lust, mich an die viel zu langen Schlangen in Rom anzustellen, das hat sich nicht geändert. Auch mit irgendwelchen „Skip the Line“ Pässen gilt: besser früh kommen, nicht anstehen – ist auch nicht so warm um diese Zeit. Das Kolosseum öffnet um 8:30 seine Pforten, wir waren 8:45 vor Ort und waren innerhalb von 10 Minuten drin – an allen Sehenswürdigkeiten sind inzwischen Sicherheitsscanner installiert, die den Eintritt etwas verzögern.

2021 ist alles anders….
Achtung: die Öffnungszeiten des Kolosseums haben sich pandemiebedingt geändert. Aktuell öffnet das Kolosseum zwischen 10:30 und 19:15 seine Tore. Letzter Einlass ist 18:15.

Der reguläre Eintrittspreis für Das Kolosseum liegt bei 16 EUR.
Ihr müsst euer Ticket vorher online für einen Time Slot buchen! Was bleibt: Ein Ticket fürs Kolosseum ist auch gleichzeitig das Ticket für das Forum Romanum – dafür müsst ihr dann keinen Time-Slot buchen.
Es gibt auch
kolosseum rom mit kind

Der Vatikan
Gut, hier gibt es gleich viele verschiedene Sehenswürdigkeiten auf einmal. Erst mal handelt es sich um den kleinsten Staat der Welt, was für Kinder per se schon mal total abgefahren ist, 2. gibt es von der Kuppel des Petersdoms einen tollen Blick über die Stadt und 3. steht die Schweizer Garde (linke Seite vom Dom) dort herum und „die sprechen ja Deutsch“ zum einen, zum anderen konnte ich die Chefin auch damit faszinieren, dass wir – nach einem weiteren Sicherheitscheck – einfach an denen vorbei in den Garten reinlaufen durften, um auf den Deutschen Friedhof zu gehen. Ganz abgesehen davon, dass es sich bei den Jungs der Schweizer Garde auch noch um die wohl älteste Armee der Welt handelt.
Im Säulengang vor dem Petersdom ist es immer schattig, es gibt jede Menge Nasoni (Wasserspender) und jede Menge Platz für Pausen.
Der Eintritt auf die Kuppel kostet 6 bzw. 8 Euro für einen Erwachsenen.
vatikan rom mit kind
rom mit kind schweizer garde
rom mit kindern deutscher friedhof

La Bocca della Verità
Die Legende besagt, dass diese Marmorskulptur jedem Lügner die Hand abbeißt, der dumm genug ist, sie in die Öffnung des Mundes zu stecken. Wer Pech hat, muss auch hier anstehen. Für ein Foto mit dieser Marmorskulptur. Übrigens nur eins. Und bitte Schultern bedecken (Erwachsene), denn der Ausgang führt durch die Kirche. Der Eintritt ist frei. Kann man machen. Muss man aber auch nicht.
rom mit kind

Pantheon
Damit kriegt man Kinder: Die Menschen wundern sich, warum das Pantheon noch steht. Denn beim Pantheon handelt es sich um den weltgrößten Kuppelbau aus Beton ohne Stahlverstärkung. Die Seitenwände sind aus 6m dickem Beton gebaut, in der Kuppel oben ist ein Loch, die einzige Lichtquelle im Raum. Auch hier lässt es sich auf Bänken wunderbar pausieren. Der Eintritt ist frei.
pantheon rom mit kindern

Fontana di Trevi
Jajajaja. Tagsüber geht man da nicht hin, wäre ja viel zu voll. Aber egal. Wir sind trotzdem hin und die erste Reaktion des Kindes: Wow! Ein leuchtend weißer Brunnen mit türkisblau schimmerndem Wasser mit jeder Menge Kleingeld drin. Bis zu 3000 Euro am Tag werden dort manchmal reingeworfen – sicher nicht in den letzten eineinhalb Jahren… Das Geld wird jede Woche aus dem Brunnen gefischt und geht an die Caritas. Wer wieder nach Rom kommen will, wirft eine Münze in den von einem Gott bewachten Brunnen:
Aber nur mit der rechten Hand über die linke Schulter.
Gleich um die Ecke ist es übrigens schon wieder ruhiger und es gibt diverse Eisläden, die hervorragende Sorten anbieten. Ich bin übrigens auch ganz ohne Münzeinwurf wieder nach Rom gekommen…
rom mit kind trevi brunnen

Castel Sant’Angelo
Eigentlich ein Kaisergrab, denn Kaiser Hadrian hat sich die Engelsburg 123 n. Cr. als Grab für sich und seine Familie bauen lassen. Auch noch 100 Jahre danach wurde hier die Asche aller Kaiser aufbewahrt, später diente sie auch als Fluchtort und Gefängnis für diverse weitere Kaiser. Der Name Engelsburg kommt von einer Vision. Ein Papst hatte einen Engel gesehen, der das Ende der Pest verkündete. Und schwupp, da war der Name: Engelsburg. Die Pest ging danach übrigens wirklich zu Ende.
rom mit kind engelsburg

Jede Menge Säulen und Obelisken
Wer denkt, es reicht, eine Säule zu besuchen, der irrt sich. Die Römer hatten ein Faible für ägyptische Bauwerke und haben sich auf riesigen Schiffen jede Menge Obelisken von Alexandria nach Rom schaffen lassen. Die stehen nun an verschiedenen Stellen in Rom, z.B. der Agonalis-Obelisk auf der Piazza Navona oder der Obelisk auf der Piazza della Rotonda, den Pharao Ramses II ursprünglich mal in Heliopolis aufstellen ließ. Vor 3000 Jahren….und auch auf dem Petersplatz im Vatikan steht ein Obelisk.
Zu guter letzt: Die Trajansäule ist 35 Meter hoch und über 2500 Figuren sind dort eingemeißelt. Wer hätte gedacht, was Kinder spannend finden können! :)
piazza navona rom mit kind

Shopping
Wenn dich eine Neunjährige fragt, ob du mit ihr zu Louis Vuitton gehst, dann wunderst du dich vielleicht erst einmal. Zumindest mir ging es so. Der Grund ist aber ganz einfach: Im verrückten Reiseführer für Kinder wird das Geschäft aufgrund seiner Treppe als Touristenmagnet beschrieben – daher wollte sie da dann unbedingt hin. Die Preise in den Schaufenstern bei Burberry, Gucci, Prada und Co. war ihr dann allerdings nur noch ein Kopfschütteln wert. Womit Kinder glücklich gemacht werden können: Mit einem Shoppingbesuch im Disney Store (kreisch), der sich auch in dieser kleinen aber feinen Einkaufsmeile befindet…
louis vuitton rom shopping in rom

Was man sonst so in Rom gesehen haben sollte

Da gäbe es natürlich noch einiges. Mir als Architekturfreak darf natürlich auch ein bißchen moderne Architektur nicht fehlen – deswegen gehört für mich auf jeden Fall das
Auditorium (die „Kakerlaken“) und die
Dio Padre Misericordioso auf die Liste der Sehenswürdigkeiten. Leider liegen sie beide eher etwas ausserhalb.
Aber es gibt natürlich auch diverse Klassiker, dazu gehören dann:
Spanische Treppe
– das Innere vom Petersdom (schön kühl im Sommer)
– die Via Appia Antica
– der Circus Maximus
Ich finde ja auch, wenn man schon mal da ist, solltet ihr es euch nicht nehmen lassen, in italienischen Supermärkten zu stöbern, an den Strand zu fahren (siehe oben und hier) oder gar einen Kurztrip nach Neapel ins Auge zu fassen. Denn auch Neapel bietet jede Menge Sehenswertes und gute Pizza.

Übernachten in Rom mit Kind

Rom ist groß und bietet unzählige Möglichkeiten für jedes Budget. Mir war es wichtig, dass die Geschichte auch finanzierbar ist – denn seit geraumer Zeit schwirrt die Frage einer Leserin in meinem Kopf herum: Wenn ich als Alleinerziehende verreisen möchte, ist das meist viel teurer, als mit Familie! Hast du ein paar Tipps?

Wir haben über fewo-direkt eine absolut zauberhafte Wohnung in der Nähe des Vatikan gefunden. Die U-Bahn-Station Cipro war gleich in der Nähe und das Appartement im 5. Stock (leider ohne Lift…) hatte eine riesige Terrasse mit einer schönen Aussicht über die Dächer der Stadt und den Dom.

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