kaiserlodge scheffau

Nordisch by Nature – Eisbaden für Städter

Kennt ihr die auch, diese Werbung, in der die Frau in Schweden/Norwegen/Finnland aus dem Haus stapft und dann morgens bei Eis und Schnee erstmal eine Runde im Meer herumschwimmt (vielleicht ist es auch „nur“ ein See, in nordischen Gefilden mit Seen von 200km Länge ist das nicht immer sofort zu erkennen) und danach trinkt sie das neue Modegetränk, das seither all unsere Supermarktregale befüllt. In Trinkform. Als Joghurt. Frischkäse. Und was weiß ich noch alles.

Aber ich wollte ja eine andere Geschichte erzählen, denn tatsächlich ist es so, dass ich aufgrund dieser Werbung dachte: mensch, geil, fast wie Eisbaden. Mach ich jetzt auch. Morgens zum See joggen, eintauchen, wieder zurück joggen.

Ich habe es übrigens tatsächlich gemacht. Eineinhalbmal. Es war eiskalt. Das war ja auch zu erwarten. Hinterher hatte ich Glückshormone und einen Adrenalinschub und dann war mir warm. Es war quasi wie Sauna, nur eben andersrum. Und einmal habe ich mich in der Kaiserlodge in den arschkalten Naturpool gewagt.

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Bibbern und Eisbaden

Eisbaden stärkt das Immunsystem. Und es härtet ab. Und jetzt, wo das angenehmere Gegenteil – der Saunabesuch – nicht mehr stattfinden kann, braucht es ja irgendetwas anderes für’s Immunsystem oder?

Es ist also denkbar, dass ich auch diesen Winter wieder in den Müggelsee steigen werde. Das Blöde hier: man muss erstmal gefühlt mehrere Kilometer reinlaufen (natürlich sind es keine Kilometer), bevor es tiefer wird (kennen die Bayern z.B. auch vom Starnberger See) und er ist halt auch sehr morastig. Ist also eher was für Liebhaber. Wer direkt an der Ostsee wohnt, hat es eventuell etwas leichter: einfach rein da. Sich von der ein oder anderen Welle umwerfen lassen. Fertich.

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Duschen muss man sowieso

Kein Meer in der Nähe? Alternative Eisdusche: Bei einer Freundin habe ich im Instafeed gesehen, dass sie eine Art „Eiskaltduschenchallenge“ durchgezogen hat, 30 Tage lang jeden Morgen kalt duschen. Auch das wäre also eine Alternative zum Eisbaden. Natürlich gilt es nicht, sich neben den Duschkopf zu stellen und 30 Sekunden im kalten Wasserwind runterzuzählen. Direkt drunter und ruhig veratmen ist die einzige Option. Und die, die dann dem Hirn irgendwann sagt: Ach, gar nicht so schlimm.
Seit fünf Tagen dusche ich jetzt kalt. Das mit dem Atmen klappt noch nicht so gut, Verstand und Funktion laufen hier konträr. Es ist also eher irgendwas zwischen Schnappatmung, Hecheln und Luft anhalten, aber für all das, was danach kommt, lohnt es. Mir ist warm. Ich bin wach. Seit dem vierten Tag ist es auch nicht mehr so schlimm, sich unter eine kalte Dusche zu stellen. Und habe rosige Wangen. Die arbeiten jetzt also auf Hochtouren gegen meine Augenringe. Mega. Fühle mich total fresh. Quasi.

Ich glaube übrigens wirklich, dass das hilft. Zumindest meine wöchentlichen Saunagänge haben langfristig dafür gesorgt, dass ich die letzten 10 Jahre so gut wie schnupfenfrei durch den Winter komme. Gut, vielleicht auch das wenige S-Bahnfahren mit verrotzten Berlinern. Aber auch mit einem frischen Kitakind blieb ich gesund, während die gesamte Restfamilie einer nach dem anderen umgenietet wurde. Es ist also sicher was dran an dem Schutz fürs Immunsystem. Und wenn es mit Wärme und Bewegung funktioniert, warum nicht auch mit Kälte. Ich bleibe jetzt also dran und dusche morgens kalt. Mal sehen, wie lange ich durchhalte, bzw. mal sehen WANN es denn soweit ist, dass ich nicht kurz vor Kälte kreischen möchte.

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