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Mach aus deinem Zuhause ein Smart Home

in freundlicher Zusammenarbeit mit e wie einfach

Smart Home schon mal gehört? Jein? Macht nichts, ich kann es euch auch kurz zusammenfassen.

Was ist eigentlich ein Smart Home?

Zusammengefasst besteht ein Smart Home aus Technologien, die alle Geräte zu Hause miteinander vernetzt haben. Die Geräte können beispielsweise über W-Lan, Bluetooth miteinander kommunizieren. All das läuft dann über eine oder mehrere Apps, die die Geräte steuern können. Kurz gesagt: Mit der richtigen Technologie bedient ihr eure Lichtschalter dann über eine App auf eurem Tablet oder Telefon. Das lässt sich erweitern auf Heizungs-Thermostate, die ihr ebenfalls über die App automatisieren und fernsteuern könnt.
Und natürlich auch in Richtung Sicherheit: Überwachungskameras, Bewegungsmelder, Fensterkontakte und sogar Wassermelder, die sich melden, sobald in der Bude was nicht stimmt. Über das Herzstück werden all diese Geräte ins Netzwerk eingebunden und in einer App steuerbar gemacht – und können auf persönliche Bedürfnisse eingestellt und getimed werden (z.B. wann soll die Heizung angehen, wann wieder aus). Läuft also so: Zur Homebase und der App gehören einzelne Smart Home Geräte, die natürlich mit der Basis zusammenarbeiten müssen. Viele davon funktionieren auch als Einzelgeräte, ganz nach Bedürfnis. Das Ziel aller Systeme ist eines: Energie sparen und sicher sein.

Wir haben zu Hause bereits ein paar erste Installationen aus diesem Bereich – allerdings noch nicht kombiniert. Schlicht weil wir mussten. Die Zimmer der Kinder waren ursprünglich ein einziger Raum. Die Vormieter haben ihn mit einer dünnen Wand geteilt und schon waren es zwei kleine Räume. So wurde aus dem einen Raum ein Durchgangszimmer (wir nennen es auch Terrarium), nämlich das meiner Tochter – und aus dem anderen Raum das Zimmer für den Großen, weil wir dachten, als Teenager wäre der Durchgangsraum nicht mehr angemessen. Beim Zimmerumbau haben die Vormieter aber eine Kleinigkeit…nun ja, ignoriert (und wir auch erst nach dem Einzug festgestellt): Die Deckenlampe. Die gibt zwar, aber eben nur in einem der beiden Räume. Im Terrarium. Damit mussten wir uns lichttechnisch etwas einfallen lassen, sonst säße der Teenager im Dunkeln. Klassische Deckenlampe war nämlich nicht drin.
smart home hue schalter

smart home hue schalter
Auch im Schlafzimmer war ein Profi am Türrahmen: Der Lichtschalter befindet sich praktischerweise HINTER der Tür, die ich, um die Lampe anzuschalten, also immer erst schließen muss und im Dunkeln nach dem Schalter tappe. Glücklicherweise gibt es aber einfache Lösungen für ein Smart Home, die beginnen schon mit Kleinigkeiten wie Licht. Und dann gibt es natürlich noch die Heizkörper, deren Thermostat immer mal wieder runtergedreht werden müsste. Zum Beispiel im Urlaub. Oder nachts…oaaar!
smart home schalter

Also haben wir umgestellt. Wir haben programmierbare Thermostate, die sich – leider nicht besonders intuitiv – auf alles einstellen lassen, was wir brauchen und die auch erkennen, wenn das Fenster offen ist (das dauert zwar meist, bis es wieder zu ist, aber egal). Für die Lichtgeschichten haben wir ein Hue System von Philips, mit dem sich unsere Lampen bequem über das Telefon oder Tablet steuern lassen (auch im Wohnzimmer gibt es keine klassische Deckenlampe) – von jedem in der Familie.
smart home lampen an
Wir können damit also die Lampen und Birnen in allen Räumen bedienen, ohne jemals einen Lichtschalter zu benutzen – oder gar zu benötigen. Wir müssen dafür nicht mal aufstehen. Und wenn wir Disko, Kaminlicht oder blaues Licht brauchen, dann kann ich jede einzelne Lampe ansprechen und ihr einen eigenen Farbton vermitteln (ja, Schischi gibt es auch!). Der nächste Schritt sind Thermostate, die wir über eine App steuern können.

Zu guter Letzt haben wir ebenfalls im Wohnzimmer eine Arcam Soundbar, die für alles zuständig ist: Kinosound beim Film, Netflix-Ton, Spotify oder Mucke vom NAS. Auch über das Telefon steuerbar. Ich kann also auch hier wieder vom Badezimmer aus bescheid geben, dass ich jetzt im Wohnzimmer auf volle Pulle ACDC über Spotify hören möchte. Oh ja. Schönes Spielzeug. Aber – Smart Home ist natürlich steigerungsfähig und kann in vielen Bereichen helfen (leider auch kontrollieren – aber das kommt eben auf die Art und Weise der Nutzung an).

smart home hue lampen an aus

Smart Home ganz einfach

In der letzten Woche habe ich – weil ich durchaus an Smart Home Geschichten interessiert bin – aus purer Neugier eine kleine Vorführung in der „Smart Garage“ Hamburg besucht, in der e wie einfach ihr eigenes Smart Home System „EinfachSmart“ vorgestellt hat – und was es kann. Die Jungs und Mädels waren durchaus stolz auf ihr System und allen, denen Smart Home bis dato noch nicht so geläufig war, haben sich mitreissen lassen. EinfachSmart verbindet in einer App verschiedenste Geräte, die ich sonst alle einzeln bedienen müsste. Praktisch.
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Unter anderem gehört das oben genannte hue-System dazu, auch Thermostate für Heizkörper werden angeboten. Feuermelder, Tür- und Fensterkontakte, Kamerasysteme und Wasser- und Bewegungsmelder. Und das Projekt soll weiter wachsen, z.b. mit steuerbaren Herden (Hab ich den Herd ausgemacht?) und Kühlschränken (muss ich heute noch mal einkaufen?).

Klar, klingt im ersten Moment mal nach Spielzeug oder für Leute, die ständig irgendwas vergessen. Es kann aber auch unterstützend wirken und für jeden ist etwas anderes interessant. Ein Freund von mir würde beispielsweise aus Angst vor Einbrüchen NIEMALS ins Erdgeschoss ziehen. Für Erdgeschossbewohner oder Hausbesitzer sind damit Tür- und Fensterkontakte bestimmt ganz spannend. Wenn jemand das Fenster öffnet, bekomme ich eine Meldung über die App – ich könnte auch einstellen, dass in der Bude allerlei Lärm los geht.

Mir persönlich hat der Wassermelder am besten gefallen. Ich kann ihn unauffällig im Bad platzieren und sollte es mal zu einem Wasserschaden kommen, weiß ich vielleicht mal schneller bescheid – ich glaube, wer schon mal einen Wasserschaden erlebt hat, weiß, wie ätzend das sein kann.
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Und dann sind da natürlich noch die Thermostate. Ich muss JEDES Mal die Anleitung lesen, wenn ich sie einstellen will – ja, eigentlich macht man das ja nicht so oft, immer nur dann, wenn die Batterien wieder alle sind. Aber bis dahin habe ich eben schon längst wieder vergessen wie das geht. Mit einem Klick in der App sage ich wie die Woche so geheizt werden soll und dass ich ausserdem nächste Woche im Urlaub bin: Klick. Fertig. Nicht klick, roll, klick, klick, klick – oh mist, roll, klick…Ok. Ich bin faul.
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Feuermelder werden in jeder Wohnung Pflicht, auch die lassen sich über die App steuern: wenn es raucht, spielt die SONOS Soundmachine gleich Musik mit ab, die App informiert mich, dass es brennt und klar, der Feuermelder piept auch wie bekloppt. Aber das kann Leben retten – wie oft sind schon Menschen erstickt, weil sie zu spät mitbekommen haben, dass es brennt…

Die Entwicklung ist nach oben hin offen: Die Kamera kann mich ebenfalls über Einbrüche informieren, ängstliche Eltern können ihre Kinder beobachten (halte ich aber für ein absolutes No-Go!) oder auch gucken, ob Oma umgefallen ist. Klingt bescheuert? Meine eigene Oma wird zwischendurch ohnmächtig. Einfach so. Sie hat sich dabei schon mehrfach verletzt, beide Hände gebrochen, sich das Gesicht aufgeschlagen…etc…das ist Mist und tja, hier wären wir wieder: Kontrolletti. Ich denke, besonders im Seniorensegment wird das Thema Smart Home noch richtig wichtig. Kamerasysteme die meiner Oma die Tür öffnen z.B., weil sie ihren Schlüssel schon wieder drin liegen gelassen hat. Die automatisiert den Notfall rufen, wenn was schief geht. Wie gesagt: Da gibt es viele Möglichkeiten – aber ich, ich wünsche mir für mich erst einmal nur eine Vereinfachung und ein weniger sinnlosen Energieverbrauch.
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Mein Fazit zur EinfachSmart Box

Super Idee mit Luft nach oben, die ich durchaus gerne einmal länger ausprobieren möchte. Ihr seid auch interessiert? Dann könnt ihr euch im Magazin schon mal einlesen. Natürlich gibt es Produkte, die schon kompatibel sind, aber ich konnte auf der Seite nirgends finden, welche denn genau, bzw. welche nicht. Ein noch größeres Problem ist für mich aber etwas ganz anderes: für die Smart Home Box + App zahle ich monatlich. 119,40 im Jahr kostet mich das Gerät. Zuzüglich der Ausstattung um mein Zuhause smart zu machen (und das läppert sich). Und so cool die Entwicklung sein mag, ich möchte dafür eigentlich keine Miete zahlen.

Und leider kann ich in der App dann auch nur jede Lampe einzeln anschalten (zumindest konnte mir bei der Vorführung keiner etwas gegenteiliges zeigen), während ich in der hue App direkt Stimmungen programmieren und dann eben sagen kann: Ich brauche helles Licht, alle Lampen an, nur ein Teil der Lampen an, also nehme ich diese Programmierung, für TV-Licht klicke ich eine andere an und auch die Kinder können die App intuitiv bedienen – müssen sie ja auch, sonst sitzen sie auch im Wohnzimmer im Dunkeln. Gleiches gilt für die Mucke: Ist die App mit Arcam kompatibel? Oder nur mit Sonos? Und auch hier: Musik an und aus geht zwar, aber den Track, den ich gerade hören möchte, müsste ich dann wieder aus einer anderen App wählen – ausser ich höre Radio, da reicht natürlich an und aus.

smart homeAuf dem Foto noch der Bewegungsmelder, der ungebetene Gäste (und alle anderen) an die App weiterleitet und bescheid gibt, wenn sich jemand in der Wohnung bewegt, der das gar nicht soll.

 

 

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dani

dani

Dani lebt und arbeitet in Berlin und schreibt seit neun (!) Jahren fleissig an butterflyfish.

1 comment

  1. Vielen Dank für den interessanten Beitrag! Also prinzipiell finde ich diese ganze Entwicklung eine sehr gute Idee und wie du schon schreibst, da kann ja noch vieles weiterentwickelt werden. Aktuell wäre das aber nichts für unser Zuhause, da müsste einfach zu viel umgestellt werden. Aber ich denke auch, dass das gerade für Senioren eine tolle Sache wäre. Der Großvater meines besten Freundes stiftet öfter mal unabsichtlich „Chaos“ – wären da ein paar Sachen leichter zu bedienen, würde da bestimmt einiges besser laufen.

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