Schneeschuhwandern Tirol mit Familie

Kein Yeti weit und breit

„Was ist, wenn uns jetzt hier ein Yeti findet?“ war die Frage meiner Tochter, als wir uns mit den Schneeschuhen vom Skigetümmel auf den Pisten entfernten und uns durch den Tiefschnee pflügten. Ich hatte keine Idee, woher der Yeti jetzt wieder kommt, aber unser Schneeschuhwanderführer ergriff die Initiative und lenkte sie einfach ab: Wenn wir am Ende unserer Route ankommen, wartet eine Schneeschaufel auf sie, vielleicht bauen wir ja ein Iglu. Aber erst mal…weiterlaufen. Im Gestöber!

Schneeschuhwandern Tirol mit Familie

In meinem Kopf nur ein Gedanke: Scheiße, ich bin viel zu dick angezogen, wenn ich da oben bin, werde ich klitschnass sein, danach werde ich frieren und Hunger haben und am Ende liege ich mit viel Pech womöglich in unserem riesigen Hotelzimmer und muss das W-lan aufbrauchen. Aber, meine Tochter hält mich glücklicherweise immer wieder davon ab, komplett durchzuschwitzen, weil: Es ist anstrengend, PAUSE oder auch: das ist doch blöd, Pause. Lieber Schnee essen ein bisschen meckern und dann doch weiterlaufen, weil, ich sagte es ja schon im Video: Wir wurden gefilmt. Und dann war da noch die Schneeschaufel.

Schneeschuhwandern Tirol mit Familie

Gewünscht hatte ich mir den im Programm als „sanften Einstieg in den Winterurlaub“ beschriebenen Event, weil ich meinen Mann nicht direkt mit zwei Latten unter den Füßen und einer Kamera auf dem Rücken überfordern wollte und weil ich hier sowieso schon dauernd vom Skifahren erzähle. Und das Schöne an Wintersportgebieten ist ja: Wir können noch so viele andere Dinge erleben. Mit Familie oder allein, spielt eigentlich keine Rolle. Also erst mal keine Ski, sondern Schneeschuhwandern.

Schneeschuhwandern Tirol mit Familie

Mit kleineren Kindern rate ich definitiv davon ab. Wer auch immer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass das total easy ist, mit Schneeschuhen durch den Tiefschnee zu gleiten, keine Ahnung wo der war, bei uns jedenfalls nicht. Zum einen sind die Latschen doch recht groß und unterliegen einer gewissen richtigen Bedienung. Für lernunwillige, lauffaule und unsportliche: Lieber nicht.

Alle anderen wenden sich zum Beispiel an die Skischule vor Ort, in unserem Fall war das die Skischule Galtür, die ihre Station direkt an der Piste hat. Termin buchen, der Führer hilft beim anschnallen, kennt die Wege besser als kein anderer und schafft es auch mal, Kinder zu motivieren, die eigentlich schon nicht mehr weiter wollen sondern lieber auf die Pistenraupe warten. Für jeden gibt´s die richtige Tour, unsere war aufgrund der jüngsten Teilnehmerin verhältnismäßig entspannt.

Aber ich will das wiederholen! Schneeschuhwandern ist ein Erlebnis für sich, zumindest für mich als Pistensau. Ich verlasse die regulären Pisten und damit auch die vielen Menschen, die Geschwindigkeit, den Lärm, die Zivilisation. Stattdessen nur Berge und Schnee um mich herum. Und eine grandiose Ruhe! Für Stadtkinder wie mich enorm ungewohnt, aber ich weiß das sehr zu schätzen!

Und das Wetter ist übrigens fast egal, weil: wer sich  bewegt, friert auch nicht. Aber bloß nicht vergessen:
Vorher schön eincremen (ich schwör da ja auf das Wind- und Wetterbalsam von Weleda).
Schneeschuhwandern Tirol mit Familie

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