familienfreundlich reisen

Familienfreundlich Reisen – mit Kindern im Zug

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Seit Jahren gehört familienfreundliches Reisen mit Kindern eigentlich zu meinem Standardrepertoire, schließlich haben wir (noch) zwei davon und wir reisen ja nicht nur für uns Erwachsene, sondern auch für und mit unseren Kindern. Und Nürnberg steht sowieso häufiger auf dem Plan, komme ich doch ursprünglich aus dieser Stadt und habe meine Familie dort.

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Heißt: ich habe viel ausprobiert und viel gelernt über die Art und Weise des Reisens mit Kindern. Wie lässt sich ein Urlaub mit Kindern möglichst stressfrei über die Bühne bringen und das auch so, dass jedes Familienmitglied zumindest einigermaßen erholt nach Hause kommt.

Wie reist du eigentlich?

Die deutsche Bahn hat mit dem BRI – dem Besser-Reisen-Index – die Eignung verschiedener Verkehrsmittel und Nutzerpräferenzen für verschiedene Zielgruppen verglichen. Schließlich gibt es neben dem Auto, das für viele der erste Gedanke ist, ja auch die Bahn, das Flugzeug und den Fernbus. Und deshalb haben wir uns auch mal als Familie damit auseinandergesetzt.

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Als ich neulich beispielsweise mit der kleinen Chefin mit dem Auto von Berlin nach Leogang und zurück gefahren bin, war das ein ganz schöner Ritt. Ich fahre gern und viel, auch, weil ich vor Ort flexibel sein will, aber diesmal hatte ich keinen großen Spaß. Tausend Baustellen, viel Sommerferienverkehr und das in beide Richtungen. In Leogang würde ich allerdings nicht auf ein eigenes Auto verzichten wollen – die Wege sind da doch andere und eine U-Bahn gibt es nicht.

Da einige Tage später noch einmal eine Reise nach Nürnberg anstand, habe ich mich diesmal gegen Baustellen, Verkehr und Fahrerei entscheiden und statt mit dem Auto – wie sonst eigentlich immer – habe ich eine entspanntere Alternative gesucht. Für mich spielen beim Reisen Punkte wie Reisezeit, Familienfreundlichkeit, die Anbindung vor Ort und natürlich auch die Kosten eine Rolle.

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Familienfreundlicher Urlaub mit Kindern

Von Berlin nach Nürnberg zu fliegen wäre absurd. Nichts für die eigene Umweltbilanz und auch zeitlich kein Gewinn, preislich schon gar nicht. Der Fernbus wäre eine extrem günstige Alternative, aber die Zeit, die ich mit diesem Verkehrsmittel bräuchte, wäre mir allein schon zu lang und erst recht mit Kind. Außerdem muss ich gestehen, dass ich kein großer Fan von Busfahren bin und seit ich diverse Überholmanöver von Flixbus auf deutschen Autobahnen gesehen habe, noch weniger…

Mit dem Auto brauche ich zwischen vier und fünf Stunden, je nachdem wie viel Platz auf der Autobahn ist. Und wer ein Hotel in der Nürnberger Altstadt bucht, zahlt nochmal ordentlich Parkgebühren. Mit dem Zug brauche ich drei Stunden und meine Tochter fährt bis zum vollendeten 14. Lebensjahr umsonst mit. Ich kann die Zeit während der Fahrt zum lesen, dösen oder arbeiten nutzen oder auch mal mit den Kids aufstehen und durch den Zug laufen. Für kleinere bietet sich auch das Familienabteil an, das es in fast allen Zügen gibt – in ausgewählten Zügen am Wochenende sogar mit Betreuungsangebot.

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Bei älteren Kindern fällt das Kinderabteil, die Betreuung und das Herumlaufen aber meist aus, denn sie brauchen nicht viel mehr als das W-Lan im Zug und tauchen dann erstmal ab…und werden zwischendurch nur von kleinen Patschehändchen anderer Familien aus den Untiefen von Youtube geweckt. Nur unbedingt dran denken: in der Hochsaison Plätze reservieren, wir hatten das auf der Hinfahrt vergessen und nur durch pures Glück noch zwei freie Plätze gefunden. Ich habe aus meiner Hamburg-Pendel-zeit noch viele Bonuspunkte, auch die lassen sich für Tickets, Reservierungen oder Upgrades nutzen. Wir haben sogar den Begleitservice für allein reisende Kinder der Bahn genutzt, hier könnt ihr eure Kinder in der Obhut der Bahn lassen, die eure Kids von A nach B „liefern“. Meine Tochter fand das damals super – so fast ganz alleine zu reisen, ein großes Abenteuer war das für sie.

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Klar, mit dem Auto bin ich flexibler, allerdings ist das Auto in den meisten Großstädten nicht unbedingt brauchbar. In Nürnberg sowieso nicht, die Stadt ist übersichtlich und die Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist prima. Für Kinder – die es noch nicht kennen – auch spannend: Die fahrerlose U-Bahn. Es gibt nur drei Linien (von denen fahren zwei auf der fast gleichen Route) und die sind ohne Fahrer unterwegs.
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Mit der Tram kommen wir vom Hauptbahnhof ohne Umstieg zum Tiergarten (und übrigens auch zu meiner Mutter, denn sie wohnt auch auf der Linie) und die Innenstadt lässt sich ja sowieso zu Fuß erlaufen. Wer nicht laufen will, leiht sich alternativ ein Fahrrad – ich habe mir von meinem Kindergartenfreund sagen lassen, damit kommt man in Nürnberg eigentlich am schnellsten und stressfreiesten von A nach B – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Zudem gibt es auch die Nürnberg-Card, die lohnt sich für Nürnbergbesucher ohne Auto, wenn sie sich zwei Tage in Nürnberg aufhalten. 28 Euro kostet das Ticket für einen Erwachsenen, Kinder von 6-11 zahlen nur 6 Euro. Und neben freier Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es viele Vergünstigungen und freie Eintritte

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Nürnberg (und Umgebung) mit Kindern – in drei Tagen

Wir hatten drei Tage, Nürnberg – und das mal ohne Auto – zu besuchen. Eine strikte Planung hatten wir nicht, geht ja schließlich um familienfreundliches Reisen. Die Planung hing also eher an der kleinen Chefin: Was machen wir heute und so viel Zeit war ja gar nicht :). Was wir erlebt haben, erfahrt ihr in unserem Beitrag Nürnberg mit Kindern.

Ich kann aber schon so viel sagen: Nürnberg ist immer eine Reise wert – auch mit dem Zug, allein schon wegen Bratwürscht, Schäufele, Brezen und Lebkuchen!

Denn es ist ja so: Deä Vollmond ibä Nämbärch is aa blouß ä Lebkoung! ;)

Mit der Bahn wieder nach Hause – eine gelungene Kurzreise

Unsere Rückfahrt war – diesmal Dank Familienreservierung gesichert. Und pünktlich waren wir auch. ;) Wenn ich meine Reisen von/nach Nürnberg vergleiche, muss ich sagen, dass ich mit dem Zug in diesem Fall besser dran war. So schnell und entspannt komme ich von Berlin mit keinem anderen Verkehrsmittel hin und wieder zurück. In diesem Fall brauche ich vor Ort auch kein Auto, das hätte bloß richtig Geld gekostet…

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Das wäre mit Baby für mich übrigens nicht anders – bzw. gerade dann würde ich erst recht mit der Bahn reisen (wie früher bei der kleinen Chefin). Ich kann sie zur Not durch den Zug tragen, ich muss keine Pausen zum Stillen an Raststätten einhalten – ich muss eben nur so packen, dass ich zur Not alleine alles tragen kann. Auf dem Rücken ein großer Rucksack mit allem notwendigen, in den Händen zusammengefalteter Kinderwagen und Baby (im Maxi Cosi) vorne Handgepäck. Mehr ging dann eben nicht mit. :)
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