Istanbul mit Kind

Istanbul erleben: Reisedauer, beste Reisezeit & Tipps für Familien

Istanbul erleben heißt, in eine Stadt einzutauchen, die Orient und Okzident auf einzigartige Weise verbindet. Zwischen Moscheen, Basaren, Bosporus und modernen Vierteln gibt es für Familien unglaublich viel zu entdecken. Hier erfährst du, welche Reisedauer sinnvoll ist, wann die beste Reisezeit liegt und viele Tipps für Familien mit Kindern.

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Wie viel Zeit solltest du für Istanbul einplanen?

Je nachdem wie viel ihr in Istanbul erleben und sehen wollt und abhängig von eurem Reisetempo (mit Kind) würde ich mindestens vier Tage empfehlen. Wir waren sogar sechs Tage dort und konnten so auch nochmal einen Ausflug „ruas aus der Stadt“ auf die Prinzeninseln wahrnehmen. Eine Woche ist also schon Bombe und absolut stressfrei

Aber grundsätzlich könnt ihr auch schon mit einem Wochenende starten und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf der europäischen Seite besuchen. Mehr Zeit, mehr zu sehen und auch die Möglichkeit, sich mal treiben zu lassen in dieser riesigen Stadt halte ich aber nicht für unwichtig.

Beste Reisezeit für Istanbul

In der Hauptsaison, die inIstanbul von März bis Mai und von September bis November stattfindet, sind die Temperaturen sehr angenehm. Wir waren im Juli dort, das ist durchaus sehr, sehr warm, aber ich mag ja warme Temperaturen.

Die Frühlings- und Herbstmonate eignen sich aber natürlich hervorragend, um Istanbul und all seine Sehenswürdigkeiten zu entdecken, sind in der Anreise und bei den Unterkünften oftmals teurer, eben weil Hauptsaison.

Für Familien, die auf Ferien angewiesen sind, aber gar nicht so übel, denn zwischen Juni und August ist es oft günstiger, in dieser Zeit zu reisen. Grundsätzlich ist in der Stadt etwas weniger los und die Preise für Anreise und Hotels sind günstiger (ähnlich wie in Rom, alle wollen lieber weg von der Hitze).

Istanbul mit Kind

Sich in Istanbul bewegen

Istanbul ist wirklich riesig, ihr solltet besonders mit Kindern die Entfernungen nicht unterschätzen. Idealerweise sucht ihr euch ein Hotel, dass entweder direkt in der Nähe all der Sehenswürdigkeiten liegt, die ihr besuchen wollt oder ihr macht es wie wir: etwas „weiter draußen“, direkt neben einer U-Bahn-Station. Dann könnt ihr euch ziemlich schnell mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen und seid schnell dort, wo ihr hinwollt.

Wir haben im Finanzviertel (Levent) gewohnt und konnten mit der Metro superschnell überall hin.

Am besten geht ihr dann so viel wie möglich zu Fuß, für kleinere Kinder empfiehlt sich ein Reisebuggy oder eine Trage/Kraxe. Und denkt immer daran, Sonnenhut, Wasser und Sonnencreme sind in den Sommermonaten am besten immer dabei.

Wenn ihr mit dem Taxi fahrt, solltet ihr unbedingt auf das Taxameter bestehen. Sollte der Taxifahrer sich weigern, sucht euch lieber ein anderes. Aber eigentlich gilt inzwischen auch in Istanbul: Nutzt eine App. Für Taxis in Istanbul sind BiTaksi und Taksicim die beliebtesten lokalen Apps, die eine Alternative zu Uber darstellen, da Uber in der Türkei eingeschränkt ist. Mit diesen Apps findet ihr schnell ein Taxi, Preise schon vorher schätzen und bargeldlos bezahlen. Aber bedenkt: der Verkehr in Istanbul ist crazy und ich empfehle euch deswegen immer eher die Nutzung der Metro.

Idealerweise holt ihr euch dafür die Istanbulkart, mit der könnt ihr alle Verkehrsmittel nutzen.

Für den Notfall in Istanbul: Sollte doch mal was sein, es gibt die App Nöbetçi Eczane, hier findet ihr sowas ähnliches wie Apotheken, die Notdienst haben.

Brauche ich eine Sim-Karte?

Ihr könnt euch entweder einfach eine E-Sim holen, das geht heute inzwischen ja ziemlich einfach und stressfrei. Entweder erledigt ihr das vor der Abreise oder dann in Istanbul, wenn ihr W-Lan habt (ich empfehle vor der Abreise).
Alternativ könnt ihr euch auch in der Innenstadt von Istanbul eine physische Sim-Karte kaufen. Hier lohnt es sich, vorher Anbieter zu vergleichen.

Istanbul mit Kind

Was muss ich noch wissen?

1. Die Stadt ist groß, plant realistisch
Istanbul ist riesig und verteilt sich auf zwei Kontinente. Entfernungen wirken auf der Karte oft kleiner als sie sind. Plant pro Tag lieber zwei Highlights statt fünf und kombiniert Sightseeing mit Pausen im Park oder einer Fährfahrt.

2. Öffentliche Verkehrsmittel sind manchmal auch voll
Tram, Metro und Fähren funktionieren zuverlässig und sind günstig. Zu Stoßzeiten (morgens und später Nachmittag) kann es allerdings auch mal eng werden.

3. Kinderwagen oder Trage?
Viele Viertel sind hügelig, Gehwege schmal, oft gibt es Kopfsteinpflaster. Ein leichter Buggy oder eine Trage ist deutlich praktischer als ein großer Kinderwagen. Achtung: Nicht alle Sehenswürdigkeiten sind barrierefrei.

4. Istanbul ist laut und reizintensiv
Basare, Verkehr, Menschenmengen, das kann für Kinder überwältigend sein. Plant bewusst ruhige Gegengewichte ein: Parks, Spielplätze, Cafés mit Aussicht oder eine Bootsfahrt auf dem Bosporus.

5. Essen ist meist unkompliziert
Die türkische Küche ist sehr familienfreundlich: Fladenbrot, Reis, Köfte, Pide oder Börek kommen bei Kindern gut an. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Trinkwasser gibt es aber überall günstig in Flaschen zu kaufen.

6. Sicherheit
Istanbul gilt grundsätzlich als sicheres Reiseziel. Wie in jeder Großstadt sollte man auf Wertsachen achten, besonders in vollen Straßenbahnen oder auf Märkten. Die Menschen sind sehr kinderlieb und hilfsbereit.