Zwei Wochen ohne Zucker

HA! Woche zwei ist geschafft – mehr oder minder erfolgreich. Die Woche ist verflogen, ich hatte einen echten Tiefpunkt und muss gestehen: Ich bin froh, wenn die letzte Woche rum ist! Warum? Kommt:

Die zweite Woche ohne Zucker ist rum, sag, wie war’s?

Die Müdigkeit war zum größten Teil weg, stattdessen haben sich übelste Kopfschmerzen angekündigt. Donnerstag waren sie da. Morgens beim Aufwachen und dann den ganzen Tag. Bohrend und nicht wegzukriegen. Früher hatte ich wegen zu wenig Trinken immer wieder mal Kopfschmerzen, ich habe also gesoffen wie ein Loch – aber es half nix. Die Schmerzen haben mich den ganzen Tag begleitet und der Tag war die Hölle. Ich war unruhig, gereizt und völlig fertig und bin abends auch wieder mit Kopfschmerzen zu Bett.
Aber: am nächsten Tag war alles weg. Gottseidank.
Der Rest der Woche war ok. Ich war faul. Statt meine Strecke zu joggen bin ich sie mit meinem Kerl abspaziert. War gut.

Was hast du so gegessen und getrunken?

Hat sich nicht so verändert. Weiterhin sehr viel Gemüse, weniger Eier, viel selbst gebackenes Brot (mit Butter. Butterbrot macht mich glücklich). Lachs und Haloumi gab es auch diverse Male. Jede Menge Kaffee und viel Wasser. Morgens nach dem Aufstehen erst mal ein bis zwei Gläser Wasser (eine Zeit lang mit Zitronensaft aus einer halben Zitrone, aber irgendwie macht mich das auch nicht zufriedener, also lieber Wasser ohne alles). Viel Tee. Viel Wasser. Abends des Öfteren ein Glas Rotwein.

food

Dein am häufigsten benutztes/gegessenes Nahrungsmittel diese Woche

Brot. Und Joghurt. Und Paprika. Und Kohlrabi. Und Erdbeeren (oh ja, völlig ausserhalb der Saison haben sie mich angelacht und gesagt: Kauf und iss mich sofort auf. Alle auf einmal.)

Wie fühlst du dich nach zwei Wochen?

Ganz ehrlich? Es ist eine Mischung aus genial, superweiterso und desillusioniert. Klar ist es super, zu sehen, der Körper wird schmaler, ich habe nicht mehr so viel Hunger und schaffe es auch mal ohne Süßigkeitenkiste. Aber den Rest des Lebens so weitermachen? Das würde vielleicht funktionieren, wenn ich keine Kinder und keinen Mann hätte, dem Genuss wichtig ist. Ich habe keine Lust, mich auf das Sofa zu setzen und zu sagen: jaja, esst ihr mal schön das Ben & Jerrys, ich rieche nur mal dran oder gucke zu. Pffff. Und nein, leider esse ich das Schnitzel mit der genialen Panade nicht und die Pasta, och ne, ich esse dann doch mal Zucchininudeln (böh).
Ich denke, es würde mir reichen, zu wissen, dass ich jetzt nicht mehr die ganze Packung Schokobons auf einmal fresse. Sondern einen. Und den nächsten dann in einer Woche oder so.

Körperlich auch schon was bemerkt?

Ach puh. Ja, vielleicht. Ich habe weiche Haut und habe das Gefühl, dass sich mein Hautbild zum Besseren verändert hat. Aber das kann auch an meiner neuen Creme liegen. Wer weiß das schon! Gewicht weiterhin zwei Kilo weniger – also so wie letzte Woche.

Was war anstrengend?

Die zweite Woche war insgesamt schon viel einfacher als die erste Woche. Aber ich habe mir auch deutlich weniger Stress gemacht. Obwohl ich dann trotzdem keine Kartoffeln gegessen habe. Dieses ständige „Was darf ich essen“ im Kopf war noch da, aber deutlich weniger präsent als in der ersten Woche. Das ist der positive Effekt: Wer sich ein bisschen mit Ernährung auseinandersetzt, entdeckt auch so ein paar Sachen und je länger man „neues“ isst, desto normaler und einfacher wird es. Ich habe einen prima Nudelersatz entdeckt: Soba Nudeln. Man muss nur aufpassen, dass nicht auch Weizen untergemischt wird. Die kleine Chefin findet sie jedenfalls ziemlich gut – funktioniert also auch mit dem ein oder anderen picky eater.

Was fehlt dir?

Schokobons. Die hatte ich eigentlich für die Party der kleinen Chefin gekauft, dann aber vergessen. Jetzt fliegen sie seit Tagen vor meinen Augen herum. AAAH!
Und der Griff ins Eisfach zu meinem Schokoladeneis, das da auf mich wartet.
Ausserdem Sport. Ich konnte mich nicht einmal aufraffen letzte Woche. Aber es ist auch echt ARSCHKALT und sauglatt da draussen…

Dein Highlight in dieser Woche?

Zum einen meine Mama, die fleissig „so weit mitmacht, wie sie es vereinbaren kann“ und mir immer wieder Links und Rezeptideen schickt (oder selbst gebackene Brötchen auf ihrem Facebook-Account postet).
Zum anderen mein Kerl, der mich diese Woche mit einem leckeren – natürlich zuckerfreien – Salat beglückt hat.
Das der Große diese Woche zum ersten Mal aus dem tollen Buch Das Prinzip Kochen ganz alleine gekocht hat (leider durfte ich nicht mitessen. Aber toll war es trotzdem). Und das meine Tochter diese Woche durch den Großen angespornt wurde, ebenfalls zum ersten Mal mit einem Schulfreund bei uns alleine und ohne Hilfe zu kochen. Pfannkuchen („Mama, ich mach sie ohne Zucker, dann kannst du auch mitessen“). Irre, was ist mit unseren Kindern los?! :)

pfannkuchen

Und nächste Woche? Welche Pläne hast du?

Es wird meine letzte Woche sein, in der ich exakt darauf achten werde, was ich esse. Das habe ich ehrlich gesagt schon letzte Woche entschieden. Denn so sehr ich das Projekt schätze und mein Aussehen aktuell total genieße (alter, kein Bauch mehr! DIE WAMPE IST WEG!), meine Haut weich geworden ist (kann aber auch die neue Creme sein) und ich es auch nicht als fehlende empfinde, weniger zu essen, wird das Projekt nächste Woche scheitern. Warum? Weil sich REISEN nicht mit zuckerfreiem Essen verträgt. Nicht so gut zumindest. Denn ich habe das ehrlich gesagt schon mal ausprobiert. Im Oktober war ich in Schweden, davor habe ich probehalber schon mit der zuckerfreien Geschichte angefangen – aber in Schweden war es einfach nicht mehr haltbar. Nach zwei Tagen Nüsse und Kaffee habe ich irgendwas ORDENTLICHES zu essen gebraucht. Ohne selber kochen zu können, ist es aber durchaus nicht so einfach…
Zudem schließt die Reise mit einem Besuch bei meiner Oma ab, denn sie feiert ihren 85. Geburtstag. Und wenn ich ihr erkläre, nein, diesmal esse ich deine weltbesten Torten nicht, krieg ich einen Schlag auf den Hinterkopf. Und das zurecht!

Mehr zum Thema findet ihr hier

zuckerfrei warum
21 Tage Leben ohne Zucker – wieso eigentlich?

Die Auseinandersetzung mit unserer, speziell meiner eigenen Ernährung hat mich dazu gebracht, es doch mal mit zuckerfreier Ernährung zu versuchen. Denn wir nehmen zu viel Zucker auf und das ist nicht gesund. Ich wollte wissen, schaffe ich ein Leben ohne Zucker und wie wirkt sich das auf meinen Körper und meine Ernährung aus.

rezepte ohne zucker

Zuckerfreie Rezepte
An dieser Stelle sammle ich Rezepte mit wenig Zucker bzw. ohne Zuckerzusatz – auch ohne Honig oder Agavendicksaft oder wie unsere natürlichen Süßungsfreunde da draussen alle heißen.

 

 

 

projekt zuckerfrei leoBei Leo weiterlesen
Wie es Leo mit ihrer zuckerfreien Zeit ergeht, könnt ihr direkt auf ihre Seite minimenschlein.de mitlesen. Wir beide sind jedenfalls schon total aufgeregt und 100% motiviert! Ab sofort also: Zucker frei!

 

 

 

zuckerfreie rezepteAuch Leo kocht zuckerfrei
Auch bei minimenschlein.de gibt es 21 Tage lang jeden Tag ein zuckerfreies Rezept für euch. Egal ob Frühstück, Mittagessen, Snack oder Abendessen, in unseren zuckerfreien Rezeptkategorien findet ihr sicher die in oder andere Inspiration.

 

 

 

mein leben ohne zuckerLeben ohne Zucker – Was darf ich noch essen?
Leo hat eine wunderbare Liste für euch zusammengestellt dir ihr bei uns herunterladen könnt. Welche Nahrungsmittel essen wir, auf welche verzichten wir bei unserer Zuckerchallenge – und wie viel Zucker ist eigentlich in welchen Nahrungsmitteln.

 

 

 
zuckerfrei-lebensmittel

Leben ohne Zucker – diese neun Nahrungsmittel solltet ihr immer zu Hause haben
Wer es mit dem zuckerfreien Leben mal probieren möchte, sollte immer ein paar bestimmte Nahrungsmittel zu Hause haben, für schnelle Snacks oder den kleinen Hunger. Denn einfach mal schnell irgendwas essen, funktioniert bei so einem Leben nicht ganz so gut – ihr glaubt gar nicht, wo ihr überall Zucker findet!

 

 

 

 

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Leben ohne Zucker mit Familie? 
Gar nicht so einfach. Es gibt aber immerhin das ein oder andere Rezept, mit dem auch die Familie gut zurecht kommt. Prinzipiell halte ich aber nicht viel davon, die Kinder komplett ohne Zucker und Süßigkeiten zu ernähren. Aber: Leo und ich haben hier und hier zumindest ein paar Tipps für ein Zusammenleben von zuckerfreien Menschen mit Kindern. ;)

 

 

 

ersteowocheohne

Die erste Woche ohne Zucker
So war unsere erste Woche ohne Zucker. Samt Höhen und Tiefen.
So war die erste Woche bei Leo.
Und so war die erste Woche bei mir.

 

 

 

 

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dani

dani

Dani lebt und arbeitet in Berlin und schreibt seit neun (!) Jahren fleissig an butterflyfish.

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