Ein einfaches Rezept für den weltbesten Pizzateig

Weltbestes und einfaches Rezept für Pizzateig im Backofen oder Grill – gelingt immer

Ein einfaches Rezept für Pizzateig macht mich in den letzten Wochen glücklich, denn es ist zugegeben das WELTBESTE Rezept für Pizzateig, das wir neuerdings hier immer wieder auffahren! Es ist nämlich so lecker, dass wir das Rezept schon dreimal innerhalb der letzten zwei Wochen gemacht haben. Denn seien wir doch mal ehrlich, bei all der zuckerfreien Liebe und dem gesunden Gemüse: Nichts geht über eine wirklich richtig gute Pizza! Und diese hier ist Weltklasse.

Am besten schmeckt sie ganz einfach nur mit Tomatensoße und Käse oben drauf. Ihr werdet euch, wenn ihr dieses einfache Rezept für Pizzateig auch mal nachmacht, NIE NIE NIE wieder eine Fertigpizza holen! Versprochen.

Und das Beste: Es ist eigentlich egal, ob ihr die Pizza in den Ofen oder auf den Grill schmeißt, dieses heiße Teil gelingt immer: Und wenn ihr mal Teig übrig habt, könnt ihr ihn einfrieren oder ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren und über mehrere Tage Pizza essen.

Einfaches Rezept für den weltbesten Pizzateig

Ihr braucht:
40g Frischhefe
500ml Wasser
30ml gutes Olivenöl
Prise Zucker
22 Gramm Salz
1kg Mehl Tipo 0 oder Tipo 00
1 Pizzastein

Für das Sugo:
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Rotwein
Gemüsebrühe (1/4 l)
1 Dose passierte Tomaten
Pfeffer, Salz, Zucker, Zitronensaft und etwas gerebelter Oregano zum Würzen

Für den Belag:
Büffelmozzarella (eine Kugel pro Pizza)
Parmesankäse

Und so geht’s:

Ich löse die 40 Gramm Frischhefe in 500 ml warmen (nicht kochendem!) Wasser auf, füge unter Rühren 30 ml gutes Olivenöl und eine Prise Zucker hinzu und verquirle das Ganze mit 22 Gramm Salz. Dann folgt der Wechsel auf den Knethaken, der das schrittweise zugefügte 1 kg Tipo 0 oder Tipo 00 Mehl durchwalkt. Dieses feingemahlene Pizzamehl gibt es mittlerweile in fast allen Supermärkten. Es erinnert an das deutsche Weizenmehl Typ 550, besitzt aber deutlich mehr Weizenkleber – wichtig für das spätere Formen des Pizzabodens.
Erfahrungsgemäß füge ich dem Teig noch 30 bis 50 ml Wasser hinzu, so dass ein glatter Teig entsteht. Dieser lässt sich leicht aus Schüssel und Knethaken befreien und darf jetzt mit einem feuchten Geschirrtuch bedeckt in einer ausreichend großen Schüssel an einem warmen Ort für 30 Minuten angehen. Danach geht es für mindestens 24 Stunden, besser zwei Tage in den Kühlschrank. Ich verschließe die Schüssel immer mit doppelt Frischhaltefolie und halte den Teig so im Zaum. Der Zauberlehrling lernt dazu.

Nach dieser Ruhezeit kommt der Teil auf meine wirklich nur leicht bemehlte Arbeitsplatte. Ich nehme mit einem Messer ca. 280 Gramm schwere Stücke ab, forme diese zu flachen Kugeln und gebe ihnen nochmal gut zwei Stunden bei Zimmertemperatur. Ich bemehle dabei auch leicht die Oberfläche und decke die Freunde mit einem frischen Geschirrtuch ab. So trocknen Sie nicht zu stark aus.
Ich bekomme aus der Masse ungefähr sechs gleichgroße Pizzaböden. Wer sich nicht sicher ist, das auch auf einmal zu verzehren, sollte die abgeteilten Kugeln nicht bemehlen, sondern einfrieren. Das nächste Mal mit gut sechs Stunden Vorlauf aus der Kühlung holen und sich ein zweites Mal freuen.

Ein einfaches Rezept für den weltbesten Pizzateig

Eine Stunde vor dem Backen kommt jetzt der Pizzastein zum Einsatz. Dieser darf gerne etwas dicker sein, um die Hitze besser speichern zu können. Wichtig: Den Stein in den kalten Ofen oder Grill legen, damit er nicht bei zu großen Temperaturschwankungen Schaden nimmt. Der Stein sollte trocken sein und auch frei von irgendwelchen Rückständen.
Ich bevorzuge immer die Zubereitung in unserem Gasgrill. Beide Brenner auf kleinster Stufe eine halbe Stunde laufen lassen, bis eine Temperatur von etwa 250 Grad erreicht ist, dann schrittweise erhöhen bis die Nadel des Thermometers 400 heiße Grad anzeigt.

Jetzt ist der Luigi in uns gefragt. Ich streue auf meine Arbeitsfläche etwas Hartweizengries, gleiches passiert mit der Pizzaschaufel. Der Grieß ist ein super Trennmittel, geschmacksneutral und verbrennt nicht. Die nochmal gegangenen, fluffig weichen Teigkugeln werden mit der Hand flach gedrückt, leicht diagonal auseinandergezogen und mit den Fingern im Kreis arbeitend dann am Rand flach gedrückt. Ziel ist ein dünner geschmeidiger Teig, der dann vor der Weiterverarbeitung auf der Pizzaschaufel Platz nimmt. Dort kann er nochmal etwas in Form gebracht werden, bevor die Pizza belegt wird.

Ein einfaches Rezept für den weltbesten Pizzateig

Dazu passierte Tomaten (ich bereite immer einen einfachen Sugo vor: kleingeschnittenen Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, mit Rotwein ablöschen, einreduzieren, mit etwas Gemüsebrühe und passierten Tomaten aufgießen und 30 Minuten leicht köcheln lassen; gründlich mit dem Zauberstab durchmixen oder durch ein Sieb passieren; mit Pfeffer, Salz, Zucker, frischem Zitronensaft und gerebelten Oregano abschmecken) dünn auf den Boden mit einem Löffel oder Kelle aufbringen und in Scheiben geschnittenen Mozzarella di Bufala Campana (Büffelmozzarella) und ein paar Späne Parmesankäse für die Würze verteilen. Spart nicht beim Mozzarella, ihr braucht nur eine Kugel pro Pizza, der Unterschied ist aber enorm!

Ein einfaches Rezept für den weltbesten Pizzateig

Ein einfaches Rezept für den weltbesten Pizzateig


Manchmal bestreiche ich auch den ersten Pizzateig nur mit Olivenöl, in dem eine halbe Stunde Oregano und ein oder zwei durchgepresste Knoblauchzehen gezogen sind.
Ein einfacher, aber köstlicher Starter.

Ein einfaches Rezept für den weltbesten Pizzateig

Allora, den auf volle Kraft voraus laufenden Ofen nur kurz Öffnen, den Teig auf dem Stein ablegen und Deckel zu. Je nach Temperatur braucht die Pizza drei bis zwölf Minuten. Im Backofen mit der Höhe des Pizzasteins spielen, damit der Teig und der Belag gleichzeitig fertig werden. Der Boden sollte leichte Blasen schlagen, etwas kross und von der Hitze gefärbt sein und der Käse gut verlaufen und saftig.

Buon appetito, wie wir hier in Köpenick sagen.

Ein einfaches Rezept für den weltbesten Pizzateig

 

 

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Ali

Ali

Ali Mente, geboren und aufgewachsen in Berlin, ist berufstätiger Vater mit vielen Interessengebieten und zu wenig Zeit. Immer auf der Suche nach neuen Projekten und Herausforderungen wird es selten langweilig. Muße findet er in der Küche oder einem Glas Rotwein.

4 comments

  1. Liest sich super gut. :) Kann man das fertige Produkt mal bei euch kosten, ehe wir selbst in Produktion gehen?

  2. Ali

    Ich organisiere mit Salvadore eine Verkostung! ;-))

  3. Naja, so einfach dann doch nicht. Bei mir scheiterte es daran dass ich keinen Pizzastein habe und keinen Knethaken (was ist das?).
    Außerdem macht mein Backofen keine 400 Grad, sondern nur 220.

  4. Ali

    Hallo Udo,
    kein Grund zum Scheitern ;-)
    Einen Pizzastein kaufen lohnt alle mal, geht aber auch auf einem Backblech. Dieses dann ganz weit unten im Ofen platzieren, damit genug Power den Boden schön knusprig macht. Die 220 Grad kannst Du mit Zeit kompensieren. Und ein Knethaken ist an Deiner Küchenmaschine. Für richtige Muckies kannst Du auch von Hand kneten.
    Lass mich wissen, ob´s geklappt hat.

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