testfahrt elektroauto bmw i3

Mit Strom durch die Stadt – im BMW i3

Vielleicht erinnert ihr euch, es ist ja schon eine Weile her, ich hatte ein Wochenende im i3 verlost. Ein verlängertes Wochenende gehörte der BMW i3 jetzt der dreiköpfigen Familie Su, Saphira und Kruno und sollte von der Familie auf Herz und Nieren in und um Berlin getestet werden.

Die drei haben einen etwas größeren Ausflug gewagt und sind von der Kita über Karl´s Erdbeerhof bis an die Ostsee und wieder zurück  gefahren.
testfahrt elektroauto bmw i3-01
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Euer erster Eindruck?
„Minimalismus ist man ja von BMW mittlerweile gewohnt, aber der Innenraum des i3 verbindet Funktionalität mit Übersichtlichkeit auf einer neuen Ebene. Gesamteindruck: futuristisch, jedoch keinesfalls seelenlos. Auch der Nachwuchs ist zufrieden, für sie ist es relevant ungehindert aus dem Fenster sehen zu können (was z.B. im X1 für sie nicht möglich ist). Prädikat der Kleinsten: Lustiges Auto.“
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Durch die Stadt stromern ist bei den Reichweiten des BMW i3 eigentlich kein Problem (auch im Winter nicht, wenn die Akkuleistung durch Kälte schrumpft und zudem den Innenraum wesentlich mehr beheizen muss als im Sommer). Mit der dazugehörigen App sind Ladestationen einfach zu finden und zudem wird angezeigt, ob sie frei oder gerade besetzt sind. 

Schwieriger wird es allerdings, wenn die Stadt verlassen wird, denn noch nicht überall sind die Stromer angekommen. An der Ostsee findet sich keine Ladestation, hier ist definitiv neben verdammt guter Reiseplanung auch mal eine Steckdose notwendig.
Sonst hilft der „Range Extender“, der die Reichweite noch einmal verdoppelt. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Benzinmotor am Heck, der für einen definierten Ladezustand des Akkus sorgt, ein kleiner Stromgenerator für den Akku.

Der Platz?
Für eine dreiköpfige Familie bietet der BMW i3 ausreichend Platz für einen Wochenendausflug. Nur für den Fall, dass noch ein Koffer hinzukommen würde (oder ein Großeinkauf), müsste die Sitzbank geteilt und umgelegt werden.

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Für die Reichweite stehen drei Modi zur Verfügung:
Eco Pro +: Keine Klima, Tempobeschränkung auf 90km/h, dafür maximale Reichweite
Eco Pro: Verbrauchsoptimiertes fahren (eignet sich für Langstrecken)
Comfort: volle Leistung wird genutzt, daher eher geringe Reichweite (je nach Fahrweise)

Die Reichweite?
„In der Stadt kein Problem. Für längere Strecken muss man definitiv die Route vorher sehr gut planen. Umwege sind eher nicht drin, bzw. müssen dann eben mitberechnet werden. Und wer jetzt eben kein eigenes Haus hat, sondern im vierten Stock einer Mietwohnung wohnt, ist auf Ladestationen angewiesen.“ 

testfahrt elektroauto bmw i3-01
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34950 Euro kostet das gute Stück (mit Range Extender 39.450) und startet in sieben Sekunden von 0 auf 100. Beim Start an der Ampel lässt man so schon den ein oder anderen verdutzten Autofahrer hinter sich. Und auch von der Optik zieht er mit Sicherheit immer wieder Blicke auf sich. Natürlich ist bei der derzeitigen Akkuleistung noch Luft nach oben und auch preislich ist der kleine elektrische BMW aus dem Premiumsegment kein Schnäppchen, aber wie sagt der Focus so schön:

Man kann sich aber für einen Stromer auch aus den gleichen Gründen entscheiden, aus denen man sich einen Porsche kauft: Weil man ihn geil findet. Es hat sich wohl noch niemand nach Abwägung aller Pros und Contras nüchtern für einen Sportwagen entschieden.

Und Euer Fazit?
Für mich optisch wie technisch eine Revolution im Kleinwagensegment mit Vorgeschmack auf eine bessere Welt. Massenkompatibel ist es allerdings noch nicht, der Preis ist leider noch etwas zu hoch und die Infrastruktur ausserhalb von Städten nicht ausreichend. Aber ich träume schon jetzt von Innenstädten, die nur noch von solchen Autos befahren werden dürfen.

Die tollen Fotos stammen übrigens alle von Tim Adler.

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dani

dani

Dani lebt und arbeitet in Berlin und schreibt seit neun (!) Jahren fleissig an butterflyfish.

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