mein leben ohne zucker

Ein Leben ohne Zucker – was darf ich denn noch essen?

Bevor wir unsere Ein Leben ohne Zucker Idee gestartet haben, haben Leo von minimenschlein und ich viel diskutiert, uns gegenseitig viele Fragen gestellt und uns auch lange überlegt, welche Nahrungsmittel eigentlich auf die Listen kommen sollen. Listen? Ja, zwei Listen gibt es inzwischen, eine Liste, in der wir zusammengefasst haben, was bei einem Leben ohne Zucker gegessen werden darf und eine Liste, was wir während unserer zuckerfreien Zeit nicht essen. Aber welche Zutaten gehören denn auf welche Liste? Was ist mit Lebensmitteln, die zwar einen höheren Zuckeranteil haben, aber trotzdem keine Zuckerspitzen hervorrufen (also dieses YAY ich gehe ab Gefühl, auf das dann sehr schnell der launische Niedergang folgt.) und wie finde ich raus, welche Nahrungsmittel total ungeeignet sind, weil sich der Zucker z.B. wie bei Kartoffeln, erst im Körper entwickelt.

Am Ende hat Leo für uns und euch die tollen Listen zusammengeschrieben, auf denen wir so viel wie möglich zusammengefasst haben, um es so leicht wie möglich zu machen.

Leben ohne Zucker – Es ist eine Liste!

Das wir keine Säfte trinken und so wenig Obst wie möglich essen, ist vermutlich noch das Einfachste. Der meiste Zucker, den wir zu uns nehmen, wird in Softdrinks gehortet. Auch in denen, auf deren Etiketten Worte wie „ganz natürlich“ stehen und uns glauben lassen: Das ist gut für uns.
Ich habe ja schon erzählt, wie schockiert ich war, als ich mir den Zuckeranteil des Fruchttigers genauer angesehen habe. Und süßer Senf! Ein Grundnahrungsmittel! Mit unfassbar viel Zucker (ja, „süßer“ Senf hat mit Sicherheit nicht umsonst diesen Namen…). Obst und auch Gemüse werden oftmals in Zuckerwasser eingelegt und konserviert. Worauf wir bei unserem Projekt Zuckerfrei noch verzichten, könnt ihr in aller Ausführlichkeit bei Leo von minimenschlein nachlesen.

Die YAY-Liste mit allen erlaubten Nahrungsmitteln könnt ihr hier herunterladen.

Die NAY-Liste mit allen Nahrungsmitteln auf die wir verzichten, könnt ihr euch hier herunterladen.

Leben ohne Zucker – Zuckerbomben im Kühlschrank

Vor der Zuckerfrei Challenge habe ich mal unseren Kühlschrank und die Vorratskammer nach Lebensmitteln durchsucht. Dinge, die wir immer zu Hause haben, die wir häufig Essen, deren Zuckergehalt ich bisher aber immer geflissentlich ignoriert habe. Das Süßigkeitenfach habe ich dabei explizit ausgelassen, denn jeder weiß, in Schokolade ist Zucker, in Nutella ist Zucker und auch in Fruchtzwergen ist Zucker. Wir sind aber Meister im Verdrängen – also habe ich auch noch mal ein paar unserer Nahrungsmittel abgelichtet und euch die Zuckerwürfel daneben gemalt. Pro Tag sollten wir übrigens nicht mehr als acht Zuckerwürfel zu uns nehmen. Die Angaben der Zuckerwürfel beziehen sich auf die gesamte Packung, was also bei 25 Gramm frechen Freunden schon mehr als 4 Zuckerwürfel sind – also quasi die Hälfte des empfohlenen Tagesbedarfs.
leben ohne zucker dasistdrin

Leben ohne Zucker – Infos sammeln und loslegen

Ein Leben ohne Zucker ist an sich gar nicht so schwer. Zugegeben, der Umstieg fällt eventuell nicht jedem total leicht – aber sogar ich, die ich gedacht hätte, ich bin die Inkonsequenz in Person habe es geschafft. Wenn ihr Schwierigkeiten habt, das alleine durchzuziehen, sucht euch Freunde, die euch begleiten. Ohne euch, ohne Leo, ich wäre schon längst wieder bei Semmeln, Nudeln und NUTELLA gelandet. Erst gestern Abend stand ich vor dem Nutella-Glas und dachte mir…aaaaaach…nur eiiiiiin Löffel. Aber. Ich. Habe. Nicht. Stattdessen habe ich noch ein Glas Wasser getrunken und ein Stück Käse gegessen.

Was euch den Einstieg erleichtert – und alles andere, was ich so gelesen und geguckt habe

Auf Facebook war ich eine Weile in der Gruppe Projekt Zuckerfrei. Für mich persönlich allerdings eher nicht wirklich sinnvoll, denn eigentlich erschien es mir lediglich wie eine Sammlung von Rezepten mit Zuckerersatz, also Agavendicksaft, Kokoszucker und so weiter. Was aber letzten Endes NICHTS ändert, denn ich kann es nur immer und immer wieder sagen: Scheißegal welchen Zucker ihr zu euch nehmt, Zucker bleibt Zucker und so leid es mir tut, ich hatte zum Teil nicht den Eindruck, als wäre das dort auch so angekommen!

Katharina kocht – auch Katharina hat vor einer Weile schon für sich selbst ein Projekt Zuckerfrei durchgezogen und schön alle wichtigen Inhalte zusammengefasst. Katharina erklärt, warum sie zuckerfrei leben möchte, klärt verständlich über die verschiedenen Zuckerarten auf und hat auf ihrer Seite jede Menge Rezepte – von morgens bis abends.

Voll verzuckert – That Sugar Book (im Film erzählt übrigens Hugh Jackman die Geschichte des Zuckers….)
Wie schon an dieser Stelle erzählt hat Damon Gameau das Projekt für sich einfach umgedreht. Nach einem Leben ohne Zucker entschloss er sich 60 Tage lang jeden Tag 40 TL (in „gesunden“ Nahrungsmittel versteckten) Zucker zu sich zu nehmen um die Auswirkungen auf seinen Körper festzuhalten. Wer dieses Buch liest, will eigentlich nie wieder Zucker essen, denn es wird ganz schnell klar, was Zucker anrichtet. Im Film ist es noch etwas drastischer, denn wir können SEHEN, was passiert. (Bei amazon könnt ihr den Film für 3,99 ausleihen)

Goodbye Zucker von Sarah Wilson – Das BESTE Buch für einen Einstieg. Hier findet ihr supersympatisch erklärt, wie ihr am besten vom Zucker loskommt – und das prinzipiell alles gar nicht so schlimm ist, auch das „mal versagen“ nicht, denn morgen ist ja ein neuer Tag. 108 Rezepte sind im Buch enthalten, die sich natürlich auch anders variieren lassen. Wie du in acht Wochen vom Zucker los kommst, steht auch im Buch. Als E-Book ist es übrigens ebenfalls Klasse, denn hier sind sämtliche Rezepte gleich verlinkt. Und ich kann das Buch immer und überall mitnehmen (z.B. zum einkaufen)

Zucker, der heimliche Killer – ein zugegeben etwas reißerischer Titel und es ist zugegeben auch etwas Trocken. ABER es klärt ausführlich über sämtliche Gefahren auf und informiert wirklich über alles zum Thema. Ausserdem befinden sich im hinteren Teil ebenfalls ein Aussteigerprogramm für den Zucker und viele tolle Rezepte, in meinen Augen die bisher beste Sammlung (denn viele Sammlungen haben immer wieder viel zu viele süße Sachen im Angebot)
Noch mehr zu gucken:

Leben ohne Zucker – dranbleiben!

Nicht jeder Tag wird einfach sein – vor allem die ersten Wochen zehren. Müdigkeit, schlechte Laune und manchmal diese Lust auf IRGENDWAS Süßes…aber das geht vorbei. In diesem Haushalt aktuell auch nicht ganz easy: Abends wird jetzt fast immer doppelt gekocht. Für den Rest der Familie und. für mich. Das ist auf Dauer vermutlich nicht wirklich umsetzbar, ohne sich in der Küche irgendwann zu killen – aber ich denke, es wird sich auch ein guter Mittelweg finden lassen. Wenn ich wieder Kartoffeln esse z.B. gibt es direkt schon wieder viel mehr Gerichte, die auch ich esse.

Ihr habt Gelüste? Dann trinkt ein Glas Wasser. Mit Zitrone. Oder schnüffelt am Zimt. Esst ein Stück Käse oder etwas Gemüse. Ich habe auch schon gehört, Zähne putzen soll helfen, aber das habe ich noch nicht ausprobiert. Ruft eine Freundin an oder geht einmal um den Block (oder zum Sport. Oder…). Alles was ablenkt, ist gut.

Morgen ist Freitag und ich habe damit die erste Woche FAST geschafft. Und das macht mir Hoffnung, dass die nächste Woche leichter wird! :)

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dani

dani

Dani lebt und arbeitet in Berlin und schreibt seit neun (!) Jahren fleissig an butterflyfish.

4 comments

  1. Wir haben uns auch nie als Experten bezeichnet. Und wir lernen jeden Tag was dazu.

    Wie ich schon – sehr häufig – erklärt habe, geht es mir auch nicht um generellen Zuckerverzicht (um Gottes Willen), sondern erst einmal darum, von meinem üblichen Zuckerkonsum loszukommen. Wer sich – wie ich – am liebsten von Schokolade, Bananen, Kaasspatzen, Coke Zero und Nutella ernährt, dem schadet das auch nicht.

    Ich esse auch weiterhin Obst. Säfte habe ich auch vorher nie getrunken (und auch in diesem Haushalt wird eher Limo und Cola als Saft zu sich genommen – wenn man vom Fruchttiger absieht).
    Süße Grüße zurück,
    Dani
    Und nichts desto trotz halte ich es weiterhin für sinnvoller einen puren Apfel zu essen, als ein Glas gepressten Apfelsaft zu trinken, der ein Übermaß an Zucker beinhaltet – aber sonst nicht mehr viel.

    Was ich an dieser Geschichte gut finde, ich entdecke auch essenstechnisch jeden Tag Neues (ich habe vorher noch nie Quinoa oder Artischocken gegessen/zubereitet) und irgendwie vermittelt es mir auch einen neuen Blick auf unsere Nahrungsmittel – und das es eben manchmal doch besser ist, eine Stunde in der Küche zu stehen und selbst was geiles zu kochen, als die Fertigspätzle und den vorgeriebenen Käse in fünf Minuten Bocklosigkeit in der Pfanne zu vermischen.

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