life detox kleiderschrank

Sommer ist’s! Her mit dem Detox im Kleiderschrank

Letzten Sonntag war ich schon wieder auf dem Flohmarkt verkaufen. Warum? Weil men Kleiderschrank im letzten Jahr schon wieder nur eines getan hat: Er wurde voller und voller. Was aber leider nicht immer bedeutete, dass ich auch mehr Auswahl hatte.

Effektiv ist es nämlich so:
– Ich trage regelmäßig nur ein und die selbe Jeans und eine andere Hose, ausserdem eine Jogginghose zu Hause.
– Pullover habe ich genau zwei, bei denen ich der Meinung bin, dass ich sie immer tragen kann ohne mich darin unwohl zu fühlen.
– Ich trage einfach keine Röcke
– Kleider? Auch nicht! Ausser im Urlaub
– Ich habe drei Lieblingsshirts und zwei Tops, mit denen ich klarkomme.

Einzig Jacken und Strickjacken wechsle ich durchaus häufiger – habe aber auch hier eigentlich viel zu viele.

Weniger kaufen, mehr haben

Also war es wieder so weit: Ausmisten und ab auf den Flohmarkt. Und klar, jetzt ist der Schrank wieder leer, aber seien wir ehrlich: Auf dem Flohmarkt sind Menschen unterwegs, die genau sehen, wie gut die Klamotte erhalten ist, welche Marke das ist („ach mensch, die kenne ich ja gar nicht“), wollen aber dennoch für den Karl Lagerfeld Pullover fünf Euro maximal bezahlen oder das NEUE Paar Schuhe drei („ich habe nur noch die drei Euro im Geldbeutel“).

Und da hört der Spaß dann schon wieder auf und ich denke: Das muss anders werden! Ich kann ja nicht jedes Jahr zu viel Geld für Fehlkäufe aus dem Fenster werfen, um am Ende die Klamotten auf dem Flohmarkt für ein paar wenige Euros loszuwerden, nur für das befreiende „alles ist weniger“ Gefühl.

Ich habe bei jedem Klamottenkauf (auch wenn ich eher selten zu H & M gehe) den Text zu den sinnvollen Dingen, die ich heute tun kann, statt zu H&M zu rennen von DariaDaria im Kopf und habe ihn mir durchaus zu Herzen genommen – aber dennoch ist meine Kauferei für mich verbesserungswürdig. Ich kaufe zwar deutlich weniger als früher, schaffe es aber dennoch nicht, den ein oder anderen Fehlkauf zu verhindern.

life detox kleiderschrank

Dinge, die du tun kannst, bevor du mal wieder was kaufen willst was im Schrank verrottet

Meine neue Strategie? Hauptsächlich:

Das hab ich doch schon, brauche ich das wirklich?

Wie viele Jeans und Hosen brauchen wir wirklich? Wie viele Röcke, Shorts und Kleider? Und wie viel davon ziehen wir denn dann auch an?
Ich habe wenige Basics, die bei mir jahrelang halten. Aber letztendlich: Habe ich diese Hose so oder so ähnlich schon im Schrank? Ja? Dann brauche ich sie doch eigentlich nicht wirklich!

Was passt zu diesem Teil

Okay, da ist ein super Oberteil, das total scharf aussieht: Aber passt es zum Rest im Kleiderschrank? Passt es zu mir? Wann und womit werde ich es tragen?
Wenn ich keine Antwort auf diese Fragen finden kann: Hängen lassen!

Wann kann ich das anziehen

Ich habe mir ein Kleid eingebildet. Es sah am Model so wunderschön aus und auch als ich es vor dem Spiegel angezogen habe, dachte ich: Mensch, das ist ja toll. Gekauft habe ich mir das Kleid schon im letzten Jahr. Im Sale. Für den nächsten Sommer. Erstens wäre ich da ja ein paar Kilo leichter und ich wollte doch schon immer mal ein Kleid tragen.
Tja. Kein Event für mein Kleid. Für den Urlaub zu schick. Und eigentlich ist es zu weiß. Und der Print nicht ideal. Und der Ausschnitt zu tief (es ist ein Wickelkleid, am schönsten mit einem gut besuchten Bluserl und nicht mit Brustbrett).

Würde ich den Preis auch in BAR ausgeben?

Ich kaufe zu 90% online. Kaffee. Schulbücher. Stifte. Papier. Klamotten. Schuhe. Manchmal lassen wir uns sogar die Einkäufe nach Hause liefern. Es spart Zeit und geht schnell. Eigentlich. Und es ist so viel einfacher, ich klicke meinen PayPal-Account zum bezahlen (oder die Kreditkarte, aber die meisten Shops wollen hier noch mal Extrageld) und schwupp ist das Geld weg, ohne dass es wirklich durch meine Hände geflossen ist.
Also: Noch mal drüber nachdenken oder vielleicht gleich nach und nach aufhören, ALLES online zu bestellen. Quasi: Support your local Dealer.

life detox money

Weniger ist mehr!

Das hatte ich ja schon im letzten Jahr für den Kleiderschrank gepredigt. Ich habe es insofern eingehalten, dass ich es zu 90% schaffe, darauf zu achten, WAS ich kaufe. Zwei H&M Blusen sind es dann doch geworden. Die landeten am Sonntag aber schon wieder auf dem Flohmarkt, weil halt doch nicht so das, was ich mir vorstelle. In Toronto habe ich das erste Mal so eine Outlet-Stadt besucht und mich dann bei Icebreaker eingedeckt – denn die Preise waren der Knaller und ich bin für die nächsten Jahre für Sommer und Winter versorgt – und das mit Merino, meinem Lieblingsmaterial.

Was mir auch sehr geholfen hat, den ersten Schritt zu wagen, ist das Buch Einfach leben. Klar, es ist zum Teil schon sehr speziell und auch nicht immer ganz zu Ende gedacht (finde ich), aber es inspiriert dazu, darüber nachzudenken, was brauche ich eigentlich wirklich. Und was nicht – ich brauche keine leere Wohnung und nur 50 eigene Besitztümer…ich brauche auch keine DIY-Zahnpasta oder ein paar Schafe in meinem Garten in Brandenburg – aber ich brauche eben auch keine vollgestopfte Bude mit Krempel, den ich nie benutze.

einfach leben minimalismus

Für unseren Urlaub würde ich mir wünschen, mit so wenig Gepäck wie möglich loszumachen, denn letztendlich braucht es ja nicht viel, wie oben schon genannt, ziehe ich effektiv ja gar nicht so viel an – und zur Not kann ich vor Ort auch waschen. Also, nix wie ran und dranbleiben am Detox für den Kleiderschrank. Habt ihr auch noch ein paar Tipps?

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dani

dani

Dani lebt und arbeitet in Berlin und schreibt seit neun (!) Jahren fleissig an butterflyfish.

1 comment

  1. Toller Beitrag, den ich zu 100% unterschreiben kann. Und sich Sachen für den nächsten Sommer zu kaufen, geht doch eigentlich immer schief :-D

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