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Amsterdam mit Kind

Amsterdam mit Kind! Amsterdam ist mit Kindern immer eine Reise wert, egal ob bei Regen oder Sonnenschein, denn in Amsterdam gibt es mit Kindern viel zu entdecken! Mein erster Besuch in Amsterdam liegt inzwischen vier Jahre zurück, seither war ich aber mehrmals wieder dort – mit und ohne Kinder.

Ganz spontan hatten wir damals die Möglichkeit uns zwei Tage Amsterdam mit Kind anzusehen und euch nehmen wir heute mit und zeigen euch Ideen für Amsterdam mit Kindern.

Schnell, relativ bequem und günstig kommt ihr mit dem Flieger hin (ab Berlin mit easyjet ab etwas über 100 Euro), aber auch mit der Bahn besteht die Möglichkeit (von Berlin in 6,5 Stunden ab 120 Euro in der 2. Klasse – Kinder bis 14 inklusive – Stand: Mai 2016) umweltschonend nach Amsterdam zu kommen.

Zwei Tage – also ein Wochenende – sind kurz, daher ist unser Programm für Amsterdam eng gestrickt.
Schließlich gibt es in Amsterdam neben den vielen Coffeeshops auch noch jede Menge andere Dinge mit Kindern zu entdecken.

Tipps Amsterdam mit (und ohne) Kindern

Het Scheepvaartmuseum

Wir haben am ersten Tag das Het Scheepvaartmuseum, also das nationale Maritimmuseum in Amsterdam besucht und konnten uns dort 500 Jahre Schifffahrtsgeschichte zu Gemüte führen. Unterteilt ist das Museum in verschiedene Flügel mit unterschiedlichen Themen, so dass auch die Kleinsten zumindest in einem von drei Flügeln etwas spannend finden und sogar ein bisschen was verstehen können. Für ältere Kinder, die an Geschichte und Schifffahrt interessiert sind ist das Museum auf jeden Fall sehr spannend.

Besonders gut gefallen hat der Chefin „The Tale of the Wale“ wo sich alles um die Geschichte und das Image des Wals drehte und „Sal & Lori and Circus at Sea“, was mich ein bisschen an Goa-Feste erinnert (Schwarzlicht, bunte Farben, alles ist erleuchtet…). Die Sonderausstellungen ändern sich natürlich öfter.

Allerdings – finde ich – lohnt sich der Besuch bei einem Eintritt von 15 Euro + 7,50 Euro für 5-17 Jährige erst wirklich, wenn die Kids etwas älter sind und etwas mehr Geduld und Verständnis mitbringen.

Het Scheepvaartmuseum
Kattenburgerplein 1
1018 Amsterdam

Öffnungszeiten: Mo bis So 9.00 bis 17.00
Eintritt: 15 Euro für Erwachsene (ab 18)
7,50 für Kinder ab 5 Jahren
0-4 kostenlos

Mit dem Rad durch Amsterdam

Wer Amsterdam mit Kindern besucht, muss natürlich auch ein wenig den Duft der Stadt aufsaugen und den Puls der Stadt am besten direkt erkunden. Wer nicht den größten Teil seiner Zeit damit beschäftigt sein will, sein Kleinkind vor Radfahrern zu retten, leiht sich am besten selbst ein Fahrrad und transportiert es bequem im Kindersitz.

Ein Drahtesel lässt sich an vielen Stellen leihen, zum Beispiel bei Mac Bike. Für 3 Stunden zahlt man 10,50 Euro, auf Wunsch gibt es das Ding natürlich auch mit Kindersitz (1 Euro/Std). Wer sich das Rad für 24 Stunden leihen möchte ist mit knapp 15 Euro dabei. Die Räder sind gut gepflegt, nur bei den Bremsen hatte ich das ein oder andere Mal eine Schrecksekunde, weil die doch recht lange brauchen, bis sie reagieren. Für ein Cargobike zahlt man für 24 Stunden 25 Euro.


Hop on Hop off Touren in Amsterdam per Boot

Wer sich durch Amsterdam bewegen will, hat neben dem Rad aber auch eine Menge anderer Möglichkeiten. Zum einen funktioniert Fortbewegung in Amsterdam prima mit dem Canal Bus. Für 19 Euro kann ich mich in Amsterdam mit meinen Kindern einen Tag lang auf drei Linien durch die Stadt schippern lassen, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen. Die Tickets für die Kinder sind etwas günstiger.

Nach der Radtour war uns aber erst einmal kalt – es war noch nicht wirklich richtig warm, also ab ins Hotel und rauf aufs Fensterbrett, Ausblick genießen.


Noch mehr Museen: Science im Nemo

Tag zwei startete mit dem nächsten Museum. Diesmal „Nemo„. Ein Museum, in dem Kindern (definitiv keine fünfjährigen!) Physik und Chemie und andere wissenschaftliche Dinge gezeigt und erklärt werden und vieles selbst ausprobiert werden kann.
Und zugeben muss ich jetzt einfach mal: Ich hab es selbst nicht so mit Wissenschaft und war definitiv nicht in der Lage, meiner fünfjährigen in Formaldehyd eingelegte siamesische Zwillinge (!) oder doppelte Schweineköpfe zu zeigen und zu erklären, wie es zu so was kommt und warum die da drin liegen und wir da angucken können. Oder DNA. Oder Strom.


Ja, ich hatte das auch alles mal in der Schule, meine Noten in Physik und Chemie waren nie besonders gut, schlicht und edel aus mangelndem Interesse. Kurz hatte ich mir den männlichen Part her gewünscht, der immer so viel Geduld mit meiner ungeduldigen Chefin aufbringt und irgendwie alles so erklären kann, dass sogar sie das versteht und nicht mitten im Satz gelangweilt davon schreitet.

Auch hier sind die Altersklassen nach Stockwerken sortiert, ganz unten können auch die Kleinsten noch Spaß haben, in dem sie durch eigene Kraft Licht erzeugen, Plasmakugeln anfassen oder hören, was man mit Schall so alles machen kann, Seifenblasen so groß wie man selbst aufziehen oder eine Filteranlage für Wasser benutzen. Aber auch hier waren dem Kind schon Grenzen gesetzt. Zu klein und zu leicht hat sie keine Chance sich und ihren Sitz mit eigener Kraft an einer Schnur hochzuziehen.

Ein Stockwerk weiter oben werden einem verschiedene Hebelwirkungen vorgestellt, in begrenztem Maß spannend für die Chefin, genau so wie der Meteor, der dort auslag und ein weiteres Mal zu leicht für einen Sitz, der bei ausreichend Gewicht das Licht anknipst, um dieses mit einem Spiegel auf Solarzellen zu leiten, die dann wiederum die Propeller eines Flugzeugs zum rotieren bringen sollen. Prima Ideen, aber (noch) nicht für (zu) junge Kinder. Die beiden Stockwerke waren es dann auch schon, denn darüber ging es los mit den „Teens“.

Die Adresse:
Science Center Nemo
Osterdok 2
1011 VX Amsterdam

Öffnungszeiten:
Di – So 10.00 bis 17.00 (Montags geöffnet im Juni, Juli und August)

Eintritt:
13,50 Euro

Pannekoeken essen in Amsterdam

Die dürfen nicht fehlen. Beim schlendern durch die Grachten sind wir in der Pancake Bakery eingekehrt um ordentlich Pannekoeken zu verdrücken. Für Kinder definitiv ein Highlight, dank der großen Auswahl für Kinder. Die Frage „Was ist denn auf dem Prinzessinnen Pfannkuchen“ klärte sich bei Lieferung:


Pannekoeken gibt es natürlich auch noch an anderen Stellen, z.B. auf dem Pannekoekenboot in Amsterdam

Anne Frank Haus

Anne Frank lebte mit ihrer Familie zwei Jahre auf engstem Raum in der Prinsengracht 267 und schrieb dort ihr berühmtes Tagebuch. Eher nicht so super spannend für ganz kleine Kinder – für ältere aber definitiv ein Muss! Ganz neu im Anne Frank Haus seit Mai 2016 gibt es ein Ticketsystem: Ohne Ticket kommt ihr von 9 bis 15:30 Uhr nicht mehr rein, daher unbedingt vorher einen Termin buchen! Erspart aber immerhin die Ansteherei (nach 15:30 geht auch ohne Ticket).

Prinsengracht 267
Öffnungszeiten:
täglich 9-19 Uhr (Juli und August bis 22 Uhr)

Tickets: 9 Euro für Erwachsene, Kinder von 0-9 Jahren zahlen nichts, Kinder zwischen 10 und 17 Jahren zahlen 4,50

Rijksmuseum
Ob es sich hier um ein für Kinder spannendes Museum handelt, sei dahin gestellt. Das Rijksmuseum ist das größte Museum der Niederlande mit Bildern von Rembrandt, Vermeer und Hals.
Jan Luikenstraat 1
Öffnungszeiten:
täglich 9 – 17 Uhr
Tickets: Erwachsene 17,50 – alles unter 18 frei.

Essen im Rijks
Das Restaurant Rijks liegt um die Ecke vom Rijksmuseum und ist der Knaller – zumindest für Erwachsene. Ausgefallene Gerichte (unter anderem auch vom Sternekoch Tim Raue), Slowfood at it’s best gemischt mit großer Raffinesse zaubern herrliche Geschmäcker auf den Gaumen. Auch die Location ist sehr stilvoll – wenn auch für Kinder womöglich eher ungeeignet.

Museumplein 2

Öffnungszeigten:
Mo – Sa 11:30 bis 23:00
So 11:30 bis 21:00

Essen wie bei Muttern
Im Sommer – wenn alle draussen sitzen können – eine traumhafte Adresse für eine ordentliche Mahlzeit: Moeders. Hier gibt es klassische niederländische Küche, draussen sitzen ist durchaus sehr angenehm, aber auch sehr begehrt. Drin sind die Wände mit Bildern von Müttern tapeziert, denn Moeders heißt genau das: Mütter. Wenig Schischi, einfach gutes Essen in entspannter Atmosphäre.

Rozengracht 251

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr: 17:00 – 24:00
Sa/So 12:00 – 24:00

Mit Kind in Amsterdam übernachten

Untergebracht waren wir im Mövenpick Hotel in Amsterdam – gleich in der Nähe von zwei Museen (Nemo und das Het Scheepvaartmuseum), die Lage ist nicht mitten in der Stadt, aber dennoch ganz gut gelegen. Vor dem Haus befindet sich die Bootsanlegestelle und letztendlich ist der Fußweg mitten ins Geschehen auch nicht mehr so weit. Und ich sage nur: Die Aussicht! Die Aussicht!


Klar, am wohlsten fühlte sich die Chefin im Moevenpick Hotel. Stundenlang verbrachte sie auf der Fensterbank im 20. Stock mit Blick auf Hafen, Industrie und Bahnhof (zugegebener Maßen alles andere als romantisch, aber dennoch ziemlich beeindruckend und für Kinder genau so wie für die Eltern durchaus spannend, schließlich passiert ständig was. Ein Schiff da, ein Flugzeug dort, noch ein Schiff und so hätten wir ohne weiteres die Tage rumbringen können, ohne in Amsterdam sonst viel zu sehen. Für mich hatte das Hotel ausserdem eine Sauna :).
Und nachts ist der Ausblick übrigens auch sehr schön.

Für Familien ist das Mövenpick gar keine schlechte Wahl, denn bei einem gemeinsamen Aufenthalt erhalten Eltern 50 Prozent Ermäßigung auf das zweite Zimmer, das von den Kindern bewohnt wird oder sie schlafen kostenfrei im Zimmer der Eltern! Den Aufenthalt versüßt das gratis Mövenpick-Eis beim Mittag- oder Abendessen.

Mövenpick Hotel Amsterdam City Centre
Piet Heinkade 11
1019 BR Amsterdam
Niederlande
Telefon: +31 (0) 20 519 1200

Übernachten geht auch auf einem Hausboot. Wer das nötige Kleingeld mitbringt, schläft einfach auf dem Wasser! Und natürlich gibt es auch jede Menge Angebote bei airbnb.

Noch mehr Tipps für Amsterdam mit Kindern? Findet ihr zum Beispiel bei iAmsterdam.

Ihr habt noch Tipps? Hinterlasst mir die doch in den Kommentaren.

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dani

dani

Dani lebt und arbeitet in Berlin und schreibt seit neun (!) Jahren fleissig an butterflyfish.

5 comments

  1. Das sind ja toller Fensterbilder. Bei dem Ausblick hätte ich es genauso gemacht wie Ana ;-)) Toll! War vor einer Ewigkeit da.
    LG, Jenny

  2. Wunderschöne Fotos! Jetzt will ich unbedingt wieder mal nach Amsterdam. Und die kleine Chefin ist wirklich „sooo cuute!“ ;)

  3. witzig, ich war letztes wochenende auch spontan in amsterdam. es war wirklich unglaublich, aber ich empfand die stadt mit kindern schwieriger als in berlin….ich möchte aufjedenfall noch mal ohne kids hin! deine hotelbilder und deine kleine sind super :)

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