Wie versprochen, etwas spät aber da ist er, zweiter Tag, zweiter Teil. Zwei Tage sind eigentlich viel zu kurz um die Stadt kennen zu lernen. Wir haben es trotzdem versucht und uns am zweiten Tag ins nächste Museum getraut. Diesmal “Nemo“. Ein Museum, in dem Kindern (definitiv keine fünfjährigen!) Physik und Chemie und andere wissenschaftliche Dinge gezeigt und erklärt werden und vieles selbst ausprobiert werden kann.

Und zugeben muss ich jetzt einfach mal: Ich hab es nicht so mit Wissenschaft. Ich bin nicht in der Lage, meiner fünfjährigen in Formaldehyd eingelegte siamesische Zwillinge (!) zu zeigen oder doppelte Schweineköpfe und zu erklären, wie es zu so was kommt und warum die da drin liegen. Oder DNA. Oder Strom. Ja, ich hatte das auch alles mal in der Schule, meine Noten in Physik und Chemie waren nie besonders gut, schlicht und edel aus mangelndem Interesse. Kurz hatte ich mir den männlichen Part hergewünscht, der immer so viel Geduld mit meiner ungeduldigen Chefin aufbringt und irgendwie alles so erklären kann, dass sogar sie das versteht und manchmal sogar wissen will.
Ich habe mein bestes gegeben und versucht, so viel wie möglich zu vermitteln :)

Auch hier sind die Altersklassen nach Stockwerken sortiert, ganz unten können auch die Kleinsten noch Spaß haben, in dem sie durch eigene Kraft Licht erzeugen, Plasmakugeln anfassen oder hören, was man mit Schall so alles machen kann, Seifenblasen so groß wie man selbst aufziehen oder eine Filteranlage für Wasser benutzen. Aber auch hier waren dem Kind schon Grenzen gesetzt. Zu klein und zu leicht hat sie keine Chance sich und ihren Sitz mit eigener Kraft an einer Schnur hochzuziehen.

Ein Stockwerk weiter oben werden einem verschiedene Hebelwirkungen vorgestellt, in begrenztem Maß spannend für die Chefin, genau so wie der Meteor, der dort auslag und ein weiteres Mal zu leicht für einen Sitz, der bei ausreichend Gewicht das Licht anknipst, um dieses mit einem Spiegel auf Solarzellen zu leiten, die dann wiederum die Propeller eines Flugzeugs zum rotieren bringen sollen. Prima Ideen, aber (noch) nicht für (zu) junge Kinder. Die beiden Stockwerke waren es dann auch schon, denn darüber ging es los mit den “Teens”.

Die Adresse:
Science Center Nemo
Osterdok 2
1011 VX Amsterdam

Öffnungszeiten:
Di – So 10.00 bis 17.00 (Montags geöffnet im Juni, Juli und August)

Eintritt:
13,50 Euro

Danach haben wir uns noch ein wenig durch die Grachten geschlichen und in der Pancake Bakery Pannekoeken verdrückt. Allerlei Auswahl für Kinder gibt es dort und die Frage “Was ist denn auf dem Prinzessinnen Pfannkuchen” klärte sich bei Lieferung:

Alles in allem sind zwei Tage volles Programm doch ziemlich anstrengend, vor allem in einer Stadt, in der man immer auf der Hut sein muss um nicht vom einen oder anderen Radfahrer überfahren zu werden, die dort einfach die Königsklasse sind. Auch mit dem Boot kann man sich prima durch Amsterdam bewegen. Neben dem Fahrrad erscheint es mir (für Touristen) die praktischste Möglichkeit, sich durch die Stadt zu bewegen und so viel wie möglich mit zunehmen.

Direkt vom Mövenpick Hotel fährt die Linie los, der Canal Bus, und ich kann ab- und zusteigen, wo immer ich will. Drei Linien führen durch Amsterdam, für jeden das passende Angebot. Die “blue line” fährt einmal an allen interessanten Sehenswürdigkeiten vorbei, neu und alt, da gibt es einiges zu sehen. Die “red line” ist die Museumslinie und grast alle wichtigen Museen der Stadt ab und davon gibt es in Amsterdam ja einige. Und die “green line” fährt den ältesten Teil Amsterdams ab, mit Blick auf wunderschöne Brücken, Hausboote und Kanäle. Insgesamt haben die drei Linien 17 Stationen und ich kann mit einem Tagesticket für 22 Euro den ganzen Tag immer wieder zu- oder absteigen, die Linie wechseln oder einfach im Kreis fahren. Kinder von 4-12 zahlen 50% des Preises.

Und nicht vergessen, momentan (noch bis September) schlafen Kinder im Mövenpick Hotel noch umsonst, das lohnt sich fast schon wieder. Und wie ihr ja auch im letzten Artikel sehen konntet, die Aussicht ist toll. Ausserdem gibt es derzeit ein Gewinnspiel, bei dem zumindest die kleine Chefin schon mal mitgemacht hat: Einfach das Lieblingsessen aufmalen, an der Rezeption abgeben und mit ein bisschen Glück kann man einen Aufenthalt im Mövenpick Hotel gewinnen.

Mövenpick Hotel Amsterdam City Centre
Piet Heinkade 11
1019 BR Amsterdam
Niederlande
Telefon: +31 (0) 20 519 1200

 

 

About The Author

Dani lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin und schreibt seit sieben Jahren fleissig an butterflyfish. Ausserdem fotografiert sie gern, programmiert Webseiten und hat ein Faible für Katzenvideos aller Art.

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