Ganz spontan hatte ich die Möglichkeit mir zwei Tage Amsterdam mit Kind zu gönnen und war sehr gespannt, denn immerhin war ich noch nie in der nordischen Ecke. Schnell und relativ bequem kommt man mit dem Flieger hin, wer günstiger aber auch länger reisen möchte, hat die Möglichkeit mit der Bahn von Berlin nach Amsterdam zu fahren.

Da wir nur zwei Tage hatten, war unser Programm recht eng gestrickt, schließlich gibt es in Amsterdam neben den vielen Coffeeshops auch noch andere Dinge zu entdecken. Ich habe beschlossen, Amsterdam ein wenig aufzuteilen, deswegen gibt es heute einen Teil, der andere folgt in den nächsten Tagen. Untergebracht waren wir im Mövenpick Hotel in Amsterdam – gleich in der Nähe von zwei Museen, bei denen es sich lohnt, sie mit Kindern zu besuchen. Zumindest konnte man das überall lesen, wenn man auf der Suche nach Informationen zu Amsterdam mit Kindern war und auch an der Rezeption wurden uns beide Museen wärmstens empfohlen.

Am wohlsten fühlte sich die Chefin allerdings im Hotel. Stundenlang verbrachte sie auf der Fensterbank im 20. Stock mit Blick auf Hafen, Industrie und Bahnhof (zugegebener Maßen alles andere als romantisch, aber dennoch ziemlich beeindruckend und für Kinder genau so wie für die Eltern durchaus spannend, schließlich passiert ständig was. Ein Schiff da, ein Flugzeug dort, noch ein Schiff und so hätten wir ohne weiteres die Tage rumbringen können, ohne in Amsterdam sonst viel zu sehen. Für mich hatte das Hotel ausserdem eine Sauna :).
Und nachts ist der Ausblick übrigens auch sehr schön.

Für Familien ist das Mövenpick gar keine schlechte Wahl, denn zur Zeit (noch bis Ende September) schlafen Kinder (bis 17) umsonst mit im Zimmer und die werden ausserdem vom Personal sehr nett behandelt und immer mit “ooooh, so pretty” oder “soooo cuuuute” bedacht.
Und mit ein bisschen Glück kann man bei einem Malwettberwerb einfach noch mal ein Wochenende gewinnen. Lieblingsessen malen, Name drauf, abgeben und sich selbst die Daumen drücken. Und klar: Das Eis ist einfach lecker.

Wir haben am ersten Tag das frisch renovierte Het Scheepvaartmuseum, also das nationale Maritimmuseum, in Amsterdam besucht und konnten uns dort 500 Jahre Schifffahrtsgeschichte zu Gemüte führen. Unterteilt ist das Musum in verschiedene Flügel mit unterschiedlichen Themen, so dass auch die Kleinsten (also meine) zumindest in einem von drei Flügeln etwas sehen und sogar ein bisschen was verstehen können.

Besonders gut gefallen hat der Chefin “The Tale of the Wale” wo sich alles um die Geschichte und das Image des Wals dreht und “Sal & Lori and Circus at Sea“, was mich ein bisschen an Goafeste erinnert (Schwarzlicht, bunte Farben, alles ist erleuchtet…)

Allerdings – finde ich – lohnt sich der Besuch bei einem Eintritt von 15 Euro + 7,50 Euro für 5-17 Jährige erst richtig, wenn die Kids etwas älter sind.

Het Scheepvaartmuseum
Kattenburgerplein 1
1018 Amsterdam

Öffnungszeiten: Mo bis So 9.00 bis 17.00
Eintritt: 15 Euro für Erwachsene (ab 18)
7,50 für Kinder ab 5 Jahren
0-4 kostenlos

Und wenn man schon mal da ist, muss man auch die Stadt ein wenig erkunden. Ich muss gestehen, dass ich die meiste Zeit damit beschäftigt war, die Chefin vor Radfahrern zu retten, die in Amsterdam definitiv mehr Platz zur Verfügung haben als Fußgänger, was meinem verträumten Mädchen nicht sonderlich zu gute kommt, daher habe ich tatsächlich sehr wenige Fotos mit der Kamera geschossen, aber so einiges mit dem Mobiltelefon fabriziert.

Wer sich durch Amsterdam bewegen will, hat eine Menge Möglichkeiten. Zum einen funktioniert das prima mit dem Canal Bus. Für 22 Euro kann man sich einen Tag lang auf drei Linien durch die Stadt schippern lassen, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen, zum anderen kann man es einfach machen, wie alle anderen und sich ein Fahrrad leihen, zum Beispiel bei Mac Bike. Für 3 Stunden zahlt man 10,50 Euro, auf Wunsch gibt es das Ding natürlich auch mit Kindersitz (1 Euro/Std). Wer sich das Rad für 24 Stunden leihen möchte ist mit knapp 15 Euro dabei. Die Räder sind gut gepflegt, nur bei den Bremsen hatte ich das ein oder andere Mal eine Schrecksekunde, weil die doch recht lange brauchen, bis sie reagieren. Für ein Cargobike zahlt man für 24 Stunden 25 Euro.

Leider fror die kleine Chefin trotz Jacke auf dem Rücksitz irgendwann so sehr, dass wir unsere Radltour lieber abgebrochen haben und das Rad wieder zurück brachten.
Das nächste Mal vielleicht doch lieber ein Schiff.

Und ihr könnt euch ja vorstellen, wie unser Tag endete:

Und bald gibt es dann den zweiten Teil zu Amsterdam.

About The Author

dani

Dani lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin und schreibt seit sieben Jahren fleissig an butterflyfish. Ausserdem fotografiert sie gern, programmiert Webseiten und hat ein Faible für Katzenvideos aller Art.

5 Responses

  1. Jenny

    Das sind ja toller Fensterbilder. Bei dem Ausblick hätte ich es genauso gemacht wie Ana ;-)) Toll! War vor einer Ewigkeit da.
    LG, Jenny

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  2. MiMa

    Wunderschöne Fotos! Jetzt will ich unbedingt wieder mal nach Amsterdam. Und die kleine Chefin ist wirklich “sooo cuute!” ;)

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  3. Susanne

    witzig, ich war letztes wochenende auch spontan in amsterdam. es war wirklich unglaublich, aber ich empfand die stadt mit kindern schwieriger als in berlin….ich möchte aufjedenfall noch mal ohne kids hin! deine hotelbilder und deine kleine sind super :)

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